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Strategie 2020-Wer denkt eigentlich an uns?

Deutsche Bank AG

Strategie 2020-Wer denkt eigentlich an uns?

ver.di vor derDeutschen Bank ver.di Fototeam Hessen Deutsche Bank AG

„DER VORSTAND DENKT NUR AN DIE AKTIONÄRE –WER DENKT EIGENTLICH
AN UNS?“


Das sagen im Moment Viele.

Die Beschäftigten sollen „die Suppe auslöffeln“, die ihnen das Management eingebrockt hat. Auch dafür, dass Milliardensummen für Rechtsstreitigkeiten rund um den Globus
ausgegeben werden müssen. Werden die dafür Verantwortlichen eigentlich zur Rechenschaft gezogen?

Strategie 2020 heißt: jeder sechste Arbeitsplatz  in der Inlands-AG steht auf der Kippe.
200 Filialen sollen geschlossen werden, die Anzahl der Regionalgebiete wird reduziert. Das alles bedeutet Verunsicherung, Zukunftsangst, noch mehr Leistungs- und Vertriebsdruck,
Reputationsschäden bei den Kunden …

In den letzten Tagen hört man: „Das lassen wir nicht mit uns machen …“, „so geht man nicht mit den Beschäftigten um …“ oder „jetzt müssen wir uns zur Wehr setzen …“.
Dabei geht es darum, wie man die persönliche Betroffenheit (Angst, Wut, Frust, Enttäuschung) in gemeinsames Handeln umsetzen kann. Es müssten Forderungen für die nächste Zeit
formuliert werden:

  • Kündigungsschutz
  • keine Einkommensverluste
  • Freiwilligkeit bei personellen Maßnahmen
  • Begrenzung von Arbeitsbelastung –Schutz der Gesundheit
  •  …


Bedeutung der Gewerkschaft
ver.di unterstützt Betriebsräte und Belegschaften, die den Kurs der Bank ablehnen und dies auch wirksam artikulieren möchten. ver.di unterstützt Betriebsräte und Belegschaften bei der Formulierung und Durchsetzung von arbeitnehmerorientierten Forderungen. Gute Ideen zu haben, ist das Eine, sie durchzusetzen, oft was anderes. Die Durchsetzung von Forderungen hängt davon ab, wie gut eine Belegschaft aufgestellt ist und ob der Arbeitgeber die Belegschaft auch so wahrnimmt. Ein solches Vorgehen war bei der Deutschen Bank bisher nicht üblich. ver.di unterstützt Betriebsräte und Belegschaften, wenn es in den einzelnen Betriebseinheiten eine nennenswerte Anzahl von ver.di-Mitgliedern gibt, die Unterstützung wollen. Auch das war in vielen Betrieben der Deutschen Bank bisher nicht üblich …

Möglichkeiten der Gewerkschaft
Eine der „Kernkompetenzen“ von ver.di ist das Austragen von Konflikten in der Arbeitswelt – wenn das die Beschäftigten wollen. Wir haben Erfahrung bei betrieblichen und überbetrieblichen Aktionsformen,
um Arbeitgeberverhalten zu beeinflussen. Wir kennen uns aus mit Öffentlichkeitsarbeit und haben Medienkontakte. Und nicht zuletzt:
ver.di stellt Finanzmittel zur Verfügung, damit diese Konflikte ausgetragen werden können –sofern es ver.di-Mitglieder gibt.

Art und Umfang eines ver.di-Engagements hängen von der Anzahl der Gewerkschaftsmitglieder ab. Deutschlandweit sind bisher weniger als 5 % der Deutsche Bank-Belegschaft ver.di-Mitglied.
Bei der Postbank sind mittlerweile mehr als 75 % der Belegschaft ver.di-Mitglied. Dort konnte im Frühjahr – nach harten Auseinandersetzungen – ein tariflicher Kündigungsschutz
durchgesetzt werden. Das kann auch ein erstrebenswertes Ziel für die Beschäftigten der Deutsche Bank AG sein.

www.mitgliedwerden.verdi.de