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Einigung in Tarifverhandlungen zur Regelung der Samstagsarbeit

Einigung in Tarifverhandlungen zur Regelung der Samstagsarbeit

ver.di vor derDeutschen Bank ver.di Fototeam Hessen Deutsche Bank AG  – Einigung in Tarifverhandlungen zur Regelung der Samstagsarbeit

In den letzten Wochen konnten wir erfolgreich das Thema Samstagsarbeit in den Regionalen Beratungscentern verhandeln. Im Ergebnis steht aus unserer Sicht ein fairer Kompromiss zwischen den Geschäftsinteressen der Deutschen Bank und den Interessen sowie privaten Verpflichtungen der Beschäftigten.

Für wen gilt der Tarifabschluss?
Die nun zwischen uns und der Deutschen Bank abgeschlossene Regelung gilt ausschließlich für die Beschäftigten in den Regionalen Beratungscentern. Auch wenn dieser Tarifvertrag die Arbeit an Samstagen erlaubt und die Rahmenbedingungen dafür festlegt, gilt für Sie als Beschäftigte/-r weiterhin der Grundsatz der 5-Tage-Woche. Das heißt, dass Sie für die geleistete Arbeitszeit an Samstagen einen entsprechenden Ausgleichstag in der Arbeitswoche erhalten. Dieser ist möglichst zeitnah zu gewähren. Die 5-Tage Woche ist zwingend innerhalb eines 8-wöchigen Ausgleichszeitraums einzuhalten.
Außerdem ist in dem Tarifvertrag geregelt, dass es zu keiner versteckten Ausweitung von Samstagsarbeit und Wochenendarbeit auf andere Abteilungen, wie zum Beispiel IT-Abteilungen, kommen darf.

Zuschläge für Samstagsarbeit
Der Samstag ist kein Arbeitstag wie jeder andere. Deshalb erhalten Sie für den Einsatz am Samstag zeitliche Zuschläge:

  • Für die Arbeit an Samstagen erhalten Sie einen Zuschlag in Form von 30 Prozent Arbeitszeit.
  • Darüber hinaus erhalten Sie für den tatsächlichen Einsatz an jeweils fünf Samstagen einen zusätzlichen Tag frei.


Im Ergebnis verkürzt sich, je nach tatsächlichem Einsatz am Samstag, die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit auf bis zu 36 Stunden bzw. erhalten Sie als Beschäftigte/-r einen Zuschlag von deutlich über 50 Prozent.

Ihre Interessen im Blick: Regelungen rund um die Einsatzplanung an Samstagen
Die Arbeitswelt wandelt sich und damit verändern sich auch die Anforderungen an die Arbeitszeitgestaltung. Wichtig ist uns dabei, dass immer auch die Interessen der Beschäftigten berücksichtigt werden. Diesem Grundsatz folgen auch die Regelungen zur Einsatzplanung an Samstagen.
Denn grundsätzlich gilt: In der betrieblichen Umsetzung der Samstagseinsätze sind neben den betrieblichen Belangen (wie z. B. Arbeitsanfall, oder Kundenfrequenz) auch die individuellen Arbeits- und Freizeitinteressen der Arbeitnehmer/-innen zu berücksichtigen
Außerdem haben Sie einen Anspruch darauf:

  • dass Sie maximal an zwei Samstagen im Monat eingesetzt werden.
  • dass Samstage vor und nach Ihrem Urlaub frei sein müssen.
  • dass Sie nicht an zwei aufeinanderfolgenden Samstagen eingesetzt werden dürfen

Darüber hinaus kann es in Ihrem Leben (vielleicht auch nur vorübergehend) gute Gründe geben, die Ihnen eine Arbeit an Samstagen unmöglich machen. Insbesondere die Betreuung von nahen Angehörigen (inkl. in häuslicher Gemeinschaft lebender Lebensgefährten und Kinder), berufliche und gewerkschaftliche Weiterbildungsmaßnahmen sowie Ehrenämter stellen nach dem Tarifvertrag wichtige Gründe dar, auf die Sie sich berufen können. In diesen Fällen haben Sie einen Anspruch darauf, von der Samstagsarbeit befreit zu werden.

Welche Regelungen gibt es noch?
Da wir die Arbeit an Samstagen und die hier vereinbarten Regelungen in der Praxis überprüfen wollen, ist der Tarifvertrag zur Samstagsarbeit erst einmal bis zum 31.12.2019 befristet. Im Laufe dieser Zeit wollen wir als Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft auch immer wieder mit Ihnen zu Ihren Arbeitsbedingungen sowie Ihren Erfahrungen mit der Samstagsarbeit ins Gespräch kommen und diese auswerten.
Für die Beschäftigten der Regionalen Beratungscenter tritt außerdem für die Laufzeit des Tarifvertrages die Vorruhestandsregelung des Flächentarifvertrages wieder voll in Kraft. Die Deutsche Bank wird für Arbeitnehmer/-innen der Regionalen Beratungscenter Vereinbarungen zur Inanspruchnahme von Vorruhestandsgeld abschließen, sofern die Betriebs-zugehörigkeit gemäß § 2 Ziffer 1 des Vorruhestands-Tarifvertrages erfüllt ist (das heißt bei mindestens 10jähriger Betriebszugehörigkeit haben Sie für 1 Jahr, mit einer mindestens 20jährigen Betriebszugehörigkeit für 2 Jahre vor der frühesten Möglichkeit des gesetzlichen Rentenbezugs Anspruch auf Leistungen nach dem Vorruhestandstarifvertrag) und die 9-Monats-Frist gemäß § 2 Ziffer 2 Vorruhestands-Tarifvertrag eingehalten wird.

Sie haben noch Fragen an uns?
Haben Sie weitere Fragen, möchten Sie uns Ihre Meinung zu dem Tarifabschluss mitteilen oder wollen Sie den Tarifvertrag mit dem genauen Wortlaut erhalten?
Dann melden Sie sich gerne bei uns. Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema bei Ihrer Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ist: Jan Duscheck (jan.duscheck@verdi.de)

Tarifliche Regelungen wie diese gibt es nur dank einer starken Gewerkschaft. Die Bankenbranche und die Deutsche Bank befinden sich weiter im Umbruch. Es warten in Zukunft noch zahlreiche Herausforderungen auf Sie und Ihre Kollegen/-innen. Durch einen Beitritt in Ihre Gewerkschaft ver.di sorgen Sie persönlich für gute und sichere Arbeitsbedingungen in der Zukunft: www.mitgliedwerden.verdi.de