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Informationen zur Samstagsarbeit in den regionalen Beratungscentern

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Informationen zur Samstagsarbeit in den regionalen Beratungscentern

Am 03. Februar haben die Verhandlungen zur Ausgestaltung der Samstagsarbeit in den regionalen Beratungscentern begonnen. Es gibt im Moment keine tarifvertragliche Grundlage für die Arbeit an Samstagen und auch keine entsprechenden Regelungen für einen Ausgleich für Sie als Beschäftigte/-r.


Die folgenden Forderungen haben wir in die Verhandlungen eingebracht:

  • Anspruch auf eine 5-Tage-Woche
  •  Zeitzuschlag in Höhe von 30% für die Arbeit an Samstagen
  •  Beschäftigte sollen nur freiwillig zur Arbeit an Samstagen herangezogen werden dürfen
  •  beim Vorliegen von gewichtigen Gründen, wie zum Beispiel Betreuung von Kindern, Pflege von Angehörigen oder Weiterbildungsmaßnahmen an Samstagen sollen Beschäftigte einen Anspruch darauf haben, von der Samstagsarbeit wieder ausgenommen zu werden
  •  Begrenzung der individuellen Belastung für Samstagsdienste durch eine entsprechende monatliche Deckelung der Anzahl der Samstagsdienste
  •  Die Verkürzung der Arbeitszeit für alle Beschäftigten der regionalen Beratungscentern auf 36 Stunden in der Woche bei vollem Lohnausgleich (um z. B. weitere Arbeitsplätze schaffen zu können)

Solide Basis: Eine starke Mitbestimmung…
Darüber hinaus setzen wir uns für eine Stärkung der Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte bei der Dienstplanungsgestaltung ein. Damit wollen wir sicherstellen, dass es für alle klare Spielregeln und für Sie im Konfliktfall eine gute Unterstützung gibt.

Für Sie als Hintergrundinformation
ver.di und die in ver.di organisierten Betriebsräte haben sich dafür eingesetzt, dass Sie als Beschäftigte/-r in einem regionalen Beratungscenter weiter unter den Flächentarifvertrag des Bankgewerbes fallen, um Ihnen gute Arbeitsbedingungen zu sichern. Allerdings lässt dieser Tarifvertrag Samstagsarbeit nur in wenigen Ausnahmefällen zu. Die regionalen Beratungscenter fallen nicht unter diese Ausnahmetatbestände. Folglich besteht nach dem Tarifvertrag keine Möglichkeit, Sie an einem Samstag zu beschäftigen. Die Deutsche Bank verfolgt mit Nachdruck, dass in den Beratungscentern am Samstag gearbeitet werden kann – aus ihrer Sicht egal ob mit oder ohne tarifliche Regelung. ver.di möchte nicht, dass die Beschäftigten dabei unter die Räder kommen, z.B. durch eine unternehmensrechtliche Ausgliederung der Beratungscenter in gänzlich tariflose Gesellschaften. Das hätte auch weitere negative Auswirkungen für die gesamte Branche zur Folge. Deshalb streben wir eine tarifvertragliche Grundlage für die Deutsche Bank an. Als Ausgleich für dieses Entgegenkommen fordert ver.di zudem für alle Beschäftigten, die unter den Branchentarifvertrag fallen, einen Anspruch auf Vorruhestand zu vereinbaren.

Warum konnten regionale Beratungscenter eröffnet werden, ohne diesen Sachverhalt zu regeln?

ver.di möchte damit erreichen, dass alle betroffenen Beschäftigten in der jetzigen Situation erst einmal eine sichere Beschäftigungsperspektive erhalten. Deshalb haben wir eine Duldung der Eröffnung der regionalen Beratungscenter bis Ende März unter der Maßgabe ausgesprochen, dass wir bis dahin eine tarifvertragliche Regelung zu diesem Thema erzielen. Wir werden sicherstellen, dass Sie z. B. die Zuschläge für evtl. geleistete Samstagsarbeit auch rückwirkend erhalten.

...und eine starke Gewerkschaft
Wir wissen: Sie geben jeden Tag Ihr bestes für Ihr Team und Ihre Kundinnen und Kunden. Damit Sie gut arbeiten können, braucht es gute Arbeitsbedingungen. Diese fallen nicht vom Himmel, sondern müssen durch das Engagement und die gegenseitige Unterstützung erarbeitet warden. Ob es gelingt, bei den Tarifverhandlungen gute Bedingungen zu vereinbaren, hängt davon ab, wie gut ver.di in der Deutschen Bank aufgestellt ist, d.h. vor allem wie viele Gewerkschaftsmitglieder es in den betroffenen Arbeitsbereichen gibt. Gerade in der jetzigen Verhandlungssituation ist die Unterstützung Vieler gefragt.
Werden Sie Mitglied Ihrer Gewerkschaft: www.mitgliedwerden.verdi.de
Wie geht es weiter?
Im Moment warten wir auf eine Rückmeldung der Arbeitgeberseite und eine abschließende Stellungnahme zu unseren Forderungen und dem damit verbundenem Verhandlungsbedarf. Wir streben an, dass die Verhandlungen im März erfolgreich abgeschlossen werden, damit für alle Beteiligten Handlungssicherheit besteht.