Genossenschaftsbanken

Höchstdividende und Reallohnminus

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Höchstdividende und Reallohnminus

Tariferhöhung bei DZ Bank nach 14 Monaten um 1,5 Prozent
Geldscheine Gina Sanders Geld Buehne

Zur Hauptversammlung am 24. Mai konnte der Vorstand den Anteilseignern wieder einmal ein Rekordjahr präsentieren. Erneut hat der DZ BANK-Konzern alle anderen Banken auf die hinteren Plätze verwiesen.

Die DZ BANK und der genossenschaftliche Finanzverbund stehen ganz oben auf der Erfolgsleiter. Dieses Jahr hat es seit langem keine Proteste und Streiks von ver.di zur Hauptversammlung gegeben. Ist somit alles gut für die Angestellten?

Vieles JA – gleichwohl noch nicht ausreichend!
Kündigungsschutz bis 2020! Standortsicherung bis 2020! Ordentliche Sozialplanregelungen! Annäherung von AVR und ver.di! Tolle Erfolge die wir zusammen erreicht haben. Ergebnisse, für die wir gemeinsam vor einem Jahr gekämpft haben. Viele haben diese Erfolge nicht für möglich gehalten. Ein erneuter Beweis dafür: Zusammen geht mehr!

Tariferhöhung – und keiner hat’s gemerkt!
Mangelhaft ist wieder einmal die Geno-Tarifrunde gelaufen. Die Tariferhöhung kam mit fünf Monaten Verspätung!! Ab April hat es eine Erhöhung um 1,5 Prozent gegeben. Ein geschickter Termin! Im Rahmen der Bonuszahlungen, aufgrund der „Leistungsorientierten“ Vergütung, ist nicht aufgefallen, wie mickrig die Tariferhöhung tatsächlich ist. Auch sonst hat es keine Bewegung bei drängenden Tarifreformen gegeben.

Die Filialen der Volks- und Raiffeisenbanken schmelzen wie der Schnee in der Sonne, die Arbeitsplätze schrumpfen und die verbleibenden Angestellten müssen nicht selten Einbußen hinnehmen (wie z. B. bei der VB Hildesheim-Lehrte-Pattensen). Während die Dividendenzahlungen aufgrund der guten Ergebnisse sprudeln, kommt bei den Angestellten nichts an. Die Tariferhöhung wird von der Inflation voll „aufgefressen“.

Weitere Themen in unserer Nachdenkseite Info Nr. 2 / 2017:

  • Tarifreform im Fokus
  • Demokratie lebt vom Mitmachen!
  • Bundestagswahl 2017
  • Schwarzes Brett