Genossenschaftsbanken

Hintergrund zu Genossenschaftsbanken

Banken

Hintergrund zu Genossenschaftsbanken

Genossenschaftsbanken gehören ihren Mitgliedern und sind satzungsgemäß der Förderung des wirtschaftlichen Wohles ihrer Mitglieder verpflichtet. Die Mitglieder sind nicht nur Miteigentümer, sondern auch Geschäftspartner und die eigene Kundschaft.

Wirtschaftsdemokratischer Grundgedanke
Genossenschaften beruhen auf einem wirtschaftsdemokratischen Grundgedanken und nicht auf dem Gedanken der Profitmaximierung. Das Wirtschaften erfolgt solidarisch und selbstbestimmt unter Gleichen, nämlich den Mitgliedern der Genossenschaft (Solidaritätsprinzip). Das Genossenschaftsgesetz regelt in § 1, dass sie „Gesellschaften von nicht geschlossener Mitgliederzahl (seien), deren Zweck darauf gerichtet ist, den Erwerb oder die Wirtschaft ihrer Mitglieder oder deren soziale oder kulturelle Belange durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb zu fördern.“

In § 9 wird ergänzt, dass „die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats (…) Mitglieder der Genossenschaft und natürliche Personen sein (müssen).“ Laut Genossenschaftsgesetz ist damit jedes Genossenschaftsmitglied verantwortlich für das, was in und mit der Genossenschaft passiert. Auch das Stimmrecht bei Entscheidungen ist nach dem Prinzip „ein Mitglied, eine Stimme“ (Demokratieprinzip) organisiert. Jedes Mitglied hat in der Regel genau eine Stimme – unabhängig davon, wie viele Geschäftsanteile das einzelne Mitglied besitzt (§ 43, Abs. 3). Zudem gilt im Grundsatz, dass die Kunden der Bank gleichzeitig deren Eigentümer sein müssen (Identitätsprinzip).

Förderprinzip auch für die Beschäftigten?
Mit dem gemeinsamen Wirtschaften geht man die Verpflichtung ein, den Wohlstand der Mitglieder zu fördern (Förderprinzip). Genossenschaften unterstützen ihre Mitglieder wirtschaftlich und fördern ihren Wohlstand, der durch Arbeit zu erzielen ist. Die Förderung der Interessen der Beschäftigten ist dagegen nicht ausdrücklich geregelt. Wie auch in anderen Banken organisiert ver.di die Interessen der Beschäftigten. 

Hard facts 2017
Die Genossenschaftsbanken stehen wirtschaftlich hervorragend da. „14.03.2017 - Die deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken haben im Geschäftsjahr 2016 erneut Ertragsstärke bewiesen. Mit einem Jahresüberschuss vor Steuern von 6,8 Milliarden Euro – plus 2,2 Prozent – liegen die vorläufigen Ergebnisse der Kreditgenossenschaften wieder auf einem hohen Niveau.“, liest man auf der Seite des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. (BVR)

Aktuell gehören 972 Volksbanken und Raiffeisenbanken zur genossenschaftlichen Bankengruppe. Hier seht ihr die Mitglieder unseres ehrenamtlichen Genossenschaftsbankenausschusses.