Postbank

Es geht wieder los

Postbank

Es geht wieder los

Ansagen für den Eigner der Postbank: es geht nicht ohne Kündigungsschutz. Hier vor der ver.di-Bundesverwaltung in Berlin am 20. April 2015 Kay Herschelmann Streikversammlung in Berlin 20. April 2015  – Ansagen für den Eigner der Postbank: es geht nicht ohne Kündigungsschutz. Hier vor der ver.di-Bundesverwaltung in Berlin am 20. April 2015

Für den 4. September ist die zweite und für den 25./26. September die dritte Verhandlungsrunde angesetzt. In den kommenden Wochen geht es um die Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022, eine gerechte Gehaltsanhebung von fünf Prozent, die überproportionale Anhebung der Ausbildungsvergütungen und die unternehmensspezifischen Forderungen.

Nachdem die Verhandlungsführung auf Arbeitgeberseite zu Herrn Laucks gewechselt hat, waren wir damit einver­standen einen Verhandlungstermin ausfallen zu lassen und einen Weiteren als Sondierungsverhandlungen zu nutzen.

Im Gegenzug hat uns die Arbeitgeberseite zugesagt bis Ende September nicht von betriebsbedingten Beendi­gungskündigungen Gebrauch zu machen und hat damit eine wichtige Bedingung für die zeitliche Streckung der Tarifverhandlungen erfüllt.

Es wird mit Sicherheit auf das Arbeitgeberverhalten am 4. September ankommen, wie sie sich zu unseren Forde­rungen positionieren. Aber Kündigungsschutz und Vergütungsanhebungen werden wir nicht geschenkt bekommen. Sie werden nicht vom Himmel fallen. Deshalb werden wir mit Aktionen, notfalls auch mit Streiks, unsere berechtigten Forderungen bekräftigen müssen.

Im September werden bundesweit viele Betriebsversamm­lungen durchgeführt. Auch hier wird die Tarifrunde eine wichtige Rolle spielen.

Unsere Forderungen im Überblick:

  • Kündigungsschutz bis Ende 2022 verlängern
  • Fünf Prozent mehr Gehalt
  • Ausbildungsvergütung überproportional anheben
  • weitere unternehmensspezifische Forderungen

Zukunft nur mit Absicherung

Wir haben unseren Gesprächsbedarf über Eckpunkte zu einem Zukunfts­tarifvertrag ausführlich vorgestellt. Neben altersgerechtem Arbeiten soll dieser Tarifvertrag auch Regelungen für ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben enthalten. Für Auszubil­dende im Postbank-Konzern wollen wir mehr Möglichkeiten für verbindliche Übernahmen. Zudem stellen wir uns Weiterbildungsansprüche und Regelun­gen zur arbeitnehmerorientierten Arbeitszeitgestaltung vor.

Die weiteren Inhalte sind:

  • Regelungen zur Gestaltung von Auswirkungen von Digitalisierungs- und Rationalisierungsprozessen
  • Regelungen zum mobilen Arbeiten
  • Auslagerungsschutz – Verzicht auf Outsourcing
  • Unternehmensveränderungen ausschließlich in Verbindung mit Überleitungsregelungen
  • Erhalt eines zukunftsfähigen Filialnetzes. Hohe Flächenpräsenz und Standortsicherheit (auch im Klassik Bereich der Postbank und der BHW Gruppe)
  • Einrichten von Zeitwertkonten

Von den Arbeitgebern kam kein kategorisches Nein.

Jetzt ist die Postbank am Zug

ver.di erwartet ein verhandlungsfähiges Angebot. Dies auch schon in der „eigent­lichen“ zweiten Verhandlungsrunde. Die Arbeitgeber hatten genügend Zeit sich mit den ver.di Forderungen zu beschäftigen. Schließlich haben wir sie bereits im Februar übermittelt.

Wie geht es weiter?

Das hängt von der Reaktion der Arbeit­geberseite ab. Je nachdem, wie sie sich in den Tarifverhandlungen verhalten, werden wir sagen können: „Es ist alles auf einem guten Weg“ oder wir werden zu Aktionen bis hin zum Warnstreik aufrufen müssen. Denn es geht um die Durchsetzung Ihrer/Deiner berechtig­ten Forderungen. Ver.di geht sehr sorgsam mit Arbeitskampfmaßnahmen um. Aber wenn wir dazu gezwungen werden, dann führen wir sie auch mit der Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen durch. Das wir miteinander dazu in der Lage sind, haben wir in der Tarifrunde 2015 bewiesen.