Postbank

Der Anfang ist gemacht

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Der Anfang ist gemacht

Am 22. Juni fand ein Sondierungsgespräch zwischen ver.di und dem Arbeitgeber Postbank mit dem neuen Verhandlungsführer statt
Verhandlungsrunde mit offenem Ausgang fotomek, fotolia.com Verhandlungsrunde mit offenem Ausgang

Am 22. Juni fand ein Sondierungsgespräch zwischen ver.di und dem Arbeitgeber Postbank mit dem neuen Verhandlungsführer Herrn Philip Laucks zum Thema Zukunftstarifvertrag und Kündigungsschutz in Hamburg statt. Die übrigen Forderungen hatten wir gegenüber dem Arbeitgeber bereits in der ersten Verhandlungsrunde erhoben und begründet.

Keine Kündigung bis zum 30.09.2017
Unsere Bedingung für die von der Arbeitgeberseite gewünschte zeitliche Streckung war, eine einseitige Zusage des Arbeitgebers vorerst keine betriebsbe­dingten Kündigungen auszusprechen. Eine solche Zusage hat die Postbank bis zum 30.09.2017 mündlich in diesem Gespräch gegeben. Unsere Forderung für einen Kündigungsschutz bis Ende 2022 bleibt unver­ändert bestehen.

Zukunft nur mit Absicherung
Wir haben unsere Eckpunkte zu einem Zukunftstarifvertrag vorgestellt. Neben alternsgerechtem Arbeiten soll dieser Tarifvertrag auch Regelungen für ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben enthalten. Für Auszubildende im Postbank-Konzern  wollen wir mehr Möglichkeiten für verbindliche Übernahmen. Zudem stellen wir uns Weiterbildungs­ansprüche und Regelungen zur arbeitnehmerorien­tierten Arbeitszeitgestaltung vor.

Die weiteren Inhalte sind:

  • Regelungen zur Gestaltung von Auswirkungen von Digitalisierungs-und Rationalisierungsprozessen
  • Regelungen zum mobilen Arbeiten
  • Auslagerungsschutz – Verzicht auf Outsourcing
  • Unternehmensveränderungen ausschließlich in Verbindung mit Überleitungsregelungen
  • Erhalt eines zukunftsfähigen Filialnetzes. Hohe Flächenpräsenz und Standortsicherheit (auch im Klassik Bereich der Postbank und der BHW Gruppe)
  • Einrichten von Zeitwertkonten

Der Arbeitgeber hat sich hierzu noch nicht geäußert.

Verhandlungsfähiges Angebot wird zum nächsten Mal erwartet
Für die zweite Verhandlungsrunde erwarten wir ein verhandlungsfähi­ges Angebot. Dies muss neben der Verlängerung des Kündigungsschutzes natürlich auch ein Angebot zur Gehaltserhöhung, zur überpro­portionalen Anhebung der Ausbil­dungsvergütungen und den weiteren Forderungen enthalten.

Wann geht´s weiter?
Die Termine für die Tarifverhand­lungen der 18.000 Beschäftigten im Postbankkonzern sind fixiert auf den 04. September in Berlin und den 25. September in Bonn-Siegburg.

Jetzt genießen wir erst einmal den Sommer und erwarten die heiße Phase unserer Tarifrunde dann für den September…schauen wir mal ob der Arbeitgeber sich dann schon mal warm anziehen muss.