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Postbankintegration in die Deutsche Bank: Mit Sicherheit für …

Postbankintegration in die Deutsche Bank: Mit Sicherheit für alle Beschäftigten

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

in den letzten Tagen haben Sie schon viel über die “neue” Strategie der Deutschen Bank gehört. Diese Entscheidung hat viele von uns nicht nur überrascht, sondern auch enttäuscht. Wir möchten Ihnen mit diesem ersten Flugblatt weitere Hintergrundinformationen geben und eine erste Bewertung der angedachten Maßnahmen vornehmen.

Was ist entschieden, was ist offen?
Die Entscheidung der Deutschen Bank die Postbank voll zu integrieren ist für viele Beschäftigte ein Schock. Die letzten beiden Jahre waren davon geprägt die Eigenständigkeit der Postbank zu erreichen. Hier haben die Beschäftigten ihre Energie und ihr Herzblut eingebracht und einige harte Einschnitte in Kauf genommen. Die Erleichterung 2015 sich von der Deutschen Bank lösen zu können ist, nun nach Bekanntgabe, dass dies doch nicht kommt, alles andere als leicht zu verdauen.

Was genau uns erwartet ist noch völlig offen. Die Auswirkungen die auf die Beschäftigten zukommen kennen wir noch nicht. Viele Fragen können daher noch nicht beantwortet werden.
Sichere Arbeitsplätze sind deshalb jetzt unser wichtigstes Anliegen. Unserer Forderung, für die Tarifrunde 2017  nach Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022, kommt nun eine besondere Bedeutung zu. Wir werden uns auf eine schwierige Tarifrunde einstellen müssen und wir wollen im Zukunftstarifvertrag auch den Prozesss der Integration absichern. Wie bisher bei jedem Strategiewechsel werden wir auch bei diesem sachlich und kompetent, zudem selbstbewusst und durchsetzungsstark auftreten. Nur so haben wir die Chance die maximale Sicherheit für die Beschäftigten in der Postbank zu erreichen.

Wie sind die angekündigten Maßnahmen zu bewerten?
Dem Bekenntnis des Vorstandes der Deutschen Bank, zum deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft und der völlig neuen Haltung gegenüber dem Filialgeschäft in Deutschland und damit zum Geschäftsmodell der Postbank, müssen jetzt Taten folgen. Die Strategie braucht Transparenz und Bekenntnisse zur Fläche, den Standorten, den Filialen und der Sicherheit aller Arbeitsplätze im Konzern.
Die Beschäftigten haben viel für die Integration 2011 getan und sich wiederum reingehängt bei der Entflechtung ab 2015. Die Arbeit von Jahren, Ressourcen und Geld wurden mit diversen Strategieentscheidungen verbrannt. Das darf jetzt mit einem “alles wieder auf Anfang” nicht von den Beschäftigten dreifach bezahlt werden.
Diese Forderungen richten wir an die Vorstände der Deutschen Bank sowie der Postbank. Wir werden sehen, ob Herr Strauß mit der neuen Aufgabe im Vorstand der Deutschen Bank die Belange auch der Beschäftigten im Postbank-Konzern berücksichtigt. Dies sehen wir als seine Aufgabe.

Welche Handlungsmöglichkeiten haben wir?
Sobald eine Detailplanung vorliegt wird diese kritisch betrachtet. Vor allem werden wir in den kommenden Wochen mit Betriebsräten, Vertrauensleuten und in gewerkschaftlichen Gremien der Postbank und der Deutschen Bank über die weitere Begleitung der Integration beraten. Im Ergebnis werden wir dann für die Integration Forderungen aufstellen, unabängig von den Vorstellungen der Vorstände. Dabei werden wir gemeinsam darauf achten, dass die Beschäftigten der Servicegesellschaften, Tochterunternehmen und Konzernmutter nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Das Thema Kündigungsschutz für alle hat für uns höchste Priorität. Ebenso wie ein Zukunftstarifvertrag der sich den Herausforderungen der Branche stellt und die Beschäftigten hierfür gut ausstattet und absichert. Eine erfolgreiche Privat- und Firmenkundenbank braucht sichere Standorte, Präsenz in der Fläche, ein breites Filialnetz sowie motivierte und qualifizierte Mitarbeiter.

Für einen Erfolg der maximalen Absicherung müssen wir jetzt zusammen stehen. Je höher der Organisationsgrad, desto mehr Durchsetzungskraft und Verhandlungsmacht haben wir.
Wir sind nur zusammen stark, wenn sich jede/r Einzelne einbringt. Egal ob in den Servicegesellschaften, den Filialen, an den Postbank-Standorten oder der Zentrale.