Tarifrunde Postbank 2017

Forderungen für Tarifrunde Postbank beschlossen!

Forderungen für Tarifrunde Postbank beschlossen!

KÜNDIGUNGSSCHUTZ BIS ENDE 2022 VERLÄNGERN +++ 5 PROZENT MEHR GEHALT +++ AUSBILDUNGSVERGÜTUNGEN ÜBERPROPORTIONAL ANHEBEN +++ EIN NEUER ZUKUNFTSTARIFVERTRAG +++ WEITERE UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE FORDERUNGEN+++++

Das sind die zentralen Forderungen, die die Tarifkommissionen Postbank Filialvertrieb und Postbank am 6. Februar für die Tarifrunde 2017 beschlossen haben. Verhandelt wird für die Beschäftigten bei der Postbank, Postbank  Filialvertrieb sowie der BHW Gruppe und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, BHW KSG, PB Firmenkunden).

Sicherheit schaffen - Kündigungsschutz verlängern
Spekulationen und Gerüchte um die Zukunft der Postbank verunsichern die Beschäftigten erheblich. Selbst nach Monaten der Unsicherheit ist immer noch unklar, ob es zu einem Verkauf, einem Börsengang oder einer Reintegration in die Deutsche Bank kommen wird.
Deshalb wollen wir eine Perspektive für die Arbeitsplätze im Postbank Konzern und fordern die Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022.

Gehaltserhöhung notwendig – Wir sind es wert
Neben der Verlängerung des Kündigungsschutzes muss es außerdem eine angemessene Gehaltserhöhung geben. Die Beschäftigen, egal in welchem Bereich, leisten hervorragende Arbeit, unter erschwerten Bedingungen. Bei immer höherer Arbeitsverdichtung müssen sie zusätzliche Anforderungen schultern. Das muss entsprechend honoriert werden. Die Forderung nach einer Gehaltsanhebung von 5 Prozent passt zu den Unternehmensergebnissen und auch in die allgemeine tarifpolitische Landschaft bei einer steigenden Teuerungsrate. Die Ungleichheit unter den Auszubildenden hat keine sachliche Berechtigung. Deshalb fordern wir in den Postbankunternehmen eine einheitliche Angleichung der Auszubildendenvergütung

im 1. Ausbildungsjahr auf 976,- €
im 2. Ausbildungsjahr auf 1.038,- €
im 3. Ausbildungsjahr auf 1.100,- €.

Zukunftstarifvertrag nötig – Digitalisierung mit den Beschäftigen gestalten
Die Postbank muss dringend zukunftsfähig gemacht werden. Das Personal ist „überaltert“. Die langjährig Beschäftigten brauchen die Möglichkeit vorzeitig aus dem Unternehmen, über Vorruhestand oder Altersteilzeit, ausscheiden zu können. Alle Arbeitnehmer benötigen die Möglichkeiten für individuelle Regelungen zum Überlastungsschutz, je nach Leistungsanforderung. Die Veränderungen in der Arbeitswelt bei einer zunehmenden Digitalisierung müssen auch tarifvertraglich gestaltet werden.

Unternehmensspezifische Forderungen
Natürlich gibt es in jedem der Postbankunternehmen auch individuelle Belange. Aus diesem Grund gibt es neben den gemeinsamen auch unternehmensspezifische Forderungen. Dies sind im Postbank Filialvertrieb z. B. das Fortbestehen der Postbankzulage und die lange überfällige Neuordnung der variablen Vergütung. Bei der Postbank Classic und den Servicegesellschaften sind es z. B. die Erweiterung des Geltungsbereiches für die betriebliche Altersversorgung und ein 13.-Monatsgehalt für alle Beschäftigten.

Von der Mitgliederdiskussion zur Forderung: 
Wir stehen für Transparenz und Beteiligung. Dem Forderungsbeschluss war eine breit angelegte Mitgliederdiskussion in den Betrieben im Postbankkonzern vorausgegangen. Die ver.di Betriebsgruppen haben die Mitgliederdiskussion vor Ort zusammengestellt und priorisiert. Die gesammelten Ergebnisse waren Grundlage der Forderungsfindung. Erstmals konnten sich ver.di Mitglieder und Beschäftigte über eine online-Befragung proaktiv an der Forderungsfindung beteiligen. Von dieser Möglichkeit haben über 1.400 Kolleginnen und Kollegen Gebrauch gemacht. Auch diese Ergebnisse haben geholfen die Forderungen  aufzustellen.

Machen wir uns auf, in einen guten, tariflich sicheren Weg in die Zukunft!  Gemeinsam können wir es schaffen!  Die Tarifverhandlungen beginnen am 6. April 2017.