Private + öffentliche Banken

Ab morgen weniger Geld? Nicht mit uns!

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Ab morgen weniger Geld? Nicht mit uns!

Verhandlungen für ein zeitgemäßes Entgeltsystem gescheitert
Verhandlung Schach Kampf Mann Gajus, Bild-ID #191663565, fotolia.com Gehälter strukturell absenken? Das ist mit uns nicht zu machen!

In den vergangenen Monaten hatte ver.di mit den Arbeitgeberverbänden AGV Banken und VÖB intensiv über ein zeitgemäßes Entgeltsystem für die privaten und öffentlichen Banken verhandelt. Dies war in den Tarif­verhandlungen 2016 mit der Arbeitgeberseite vereinbart worden. Doch die Arbeitgeber wollten die Verhandlungen vor allem dazu nutzen, die Gehälter der Beschäftigten strukturell abzusenken. Das ist mit uns nicht zu machen!

Wie weit die Interessenlagen und Positionen auseinanderliegen, zeigt folgende Übersicht:

Arbeitgeberseite

  • Will generell die Entgeltgruppen und damit die Gehälter um ein bis zwei Stufen absenken (Gehaltseinbußen für uns Beschäftigte: 300­ bis 500 Euro).
  • Erfahrungszuwachs soll nicht mehr automatisch honoriert werden (keine Gehaltssteigerung nach Berufsjahren mehr).

ver.di

  • Belastungen des modernen Vertriebs­ und Betriebsalltages sowie eine immer größere Arbeitsverdichtung müssen beim Entgelt berück­sichtigt werden.
  • Neue Tätigkeitsprofile sollen entwickelt werden, die stärker auch soziale Kompetenzen honorieren (mit Blick auf die Gestaltung von Kunden­beziehungen und Teamarbeit).

Klar ist:

Mit uns gibt es keine strukturelle Absenkung der Gehälter. Wir wollen ein modernes Entgeltsystem, das die Belastungen und Leistungen der Beschäf­tigten der heutigen Arbeitswelt abbildet.

Denn wir wissen: Die Digitalisierung der Arbeitswelt bedeutet nicht, dass Computer uns die Arbeit abnehmen, sondern dass sich unser Arbeitsall­tag verändert. Die Arbeit verdichtet sich, der Vertriebsdruck steigt, unse­re Kundinnen und Kunden werden anspruchsvoller.

Unsere Auffassung ist, dass solche Aspekte in einer modernen Vergütungsstruktur berücksichtigt werden müssen.

Dies war aber auf dem Verhandlungsweg mit den Arbeitgebern nicht zu erreichen. Die ver.di­Tarifkommission – über 40 Kolleginnen und Kollegen aus privaten und öffentlichen Banken – hat deshalb das Scheitern der Ver­handlungen erklärt.

Wie geht es weiter?

Das Thema ist für uns nicht vom Tisch. Die Forderung nach einem zeitge­mäßen Entgeltsystem wollen wir – mit eurer Unterstützung – bei der kom­menden Tarifrunde wieder einbringen. Dabei legen wir zudem Wert darauf, dass auch außertariflich Beschäftigte an der künftigen Tarifentwicklung profitieren.

Außerdem müssen wir gemeinsam mit den Betriebsräten ein weiteres Hand­lungsfeld in den Blick nehmen:

Die Arbeitgeberseite hat in den Verhandlun­gen deutlich gemacht, dass sie die strukturelle Absenkung der Gehälter auch ohne uns als Gewerkschaft durchsetzen können. Sie wollen bei Versetzungen und Neueinstellungen darauf hinwirken, dass die Beschäftigten niedriger als bisher eingruppiert werden.

Um diese Strategie abzuwehren, werden wir den Austausch mit den Betriebsräten suchen.

In den kommenden Wochen werden wir mit der Vorbereitung der Tarif­runde 2019 beginnen. Aktuelle Informationen dazu findet ihr auch unter www.tarifrunde­banken.de.

Diese Infos findet ihr auch unten als PDF, darin auch Statements zur aktuellen Lage von:

  • Jan Duscheck, Verhandlungsführer der ver.di bei den Entgeltsystemverhandlungen und Bundesfachgruppenleiter Bankgewerbe
  • Markus Geis, Mitglied der Verhandlungskommission sowie Beschäftigter und Personalrat bei der Nassauischen Sparkasse
  • Claudia Eggert-Lehmann, Mitglied der Verhandlungskommission, Beschäftigte und Betriebsrätin bei der Commerzbank in Dortmund

Jetzt kommt es auf euch an: Organize now!

Noch kein Mitglied? Kein Problem. Jetzt online eintreten – einfach, schnell und sicher unter www.mitgliedwerden.verdi.de.