Genossenschaftsbanken

Altersvorsorge bei den PSD Banken. Wie geht`s weiter?

Altersvorsorge bei den PSD Banken. Wie geht`s weiter?

Der Wir-Effekt ver.di Fachbereich Finanzdienstleistungen PSD Banken: Der Wir-Effekt!

Die Verhandlungen zwischen Arbeitgeberseite, kleine Tarifkommission der PSD Bank-Vorstände geleitet von Herrn Schlottbohm auf der einen Seite, und ver.di, Tarifkommission von den Mitgliedern gewählt und geleitet von Mark Roach und Kevin Voß andererseits, sind abgebrochen worden. Sie sind zu Ende gegangen, weil wir uns im Streit der Argumente nicht mehr einigen konnten.

Über das zukünftige System hätten wir uns einigen können. Wir hätten einen anderen Träger bevorzugt, den die Arbeitgeber aber ablehnten. Wir hätten uns einen deutlich höheren Zuschuss vorstellen können, den die Arbeitgeber aber auch ablehnten. Egal welchen Anbieter wir genommen hätten, die beiden in Frage kommenden Anbieter wollen nur 1,25 % Zins garantieren und Sie sonst nur an erzielten Überschüssen beteiligen! Die Gesamtverzinsung wird als in den nächsten Jahren unter 2 % sinken. Wie schnell genau, weiß niemand.
Unter dem Strich hatten wir aber einen Kompromiss erzielt.

Die Schwierigkeiten liegen beim Past-Service, den Rentenanteilen, die Sie bereits erworben haben. Hier sind die Arbeitgeber nur bereit, die auf das 60. Lebensjahr hochverzinsten Rentenbeiträge, die bereits jetzt in das System eingezahlt worden sind, zu garantieren. Die Verzinsung Ihrer Jahre ab 61 bis zum Renteneintritt (oder während der Rente) soll aber abgesenkt werden.
Abgesenkt bis auf das Niveau, das kapitalmarktmarktüblich ist. Für einen Teil der Belegschaft – die mit Alter 54 und älter – waren die Arbeitgeber nach langer Auseinandersetzung bereit, eine Verzinsung von 3,5 %, also um ein Prozentpunkt abgesenkt, zu garantieren. Dies war für die ver.di-Tarifkommission nicht ausreichend!

Nach gegenwärtigem Stand – wenn also nichts mehr passiert - läuft der Tarifvertrag also noch zehn Jahre lang für alle unverändert – also mit exakt den Konditionen, wie sie heute gelten - weiter. Das bedeutet, dass der Zinssatz nicht nur bis 60 gesichert ist, er ist auch darüber hinaus gesichert, weil er dies ja auch früher war! Der in den kommenden Jahren eingezahlte Arbeitgeberanteil wird auf exakt dem Beitrag, der 2016 eingezahlt wurde, eingefroren. (Gehaltsanhebungen kommen also in der Altersvorsorge nicht mehr zum Tragen. Es gilt weiterhin, dass der Arbeitgeber zwar entscheidet, ob er die Rentenanwartschaft bei Renteneintritt auszahlt (oder auf wenige Jahresraten verteilt) oder die Ansprüche verrentet. Aber der AG kann nicht einfach so machen, was er will! Nach dem Tarifvertrag muss er Ihre „Interessen“ berücksichtigen.

Nun sind Sie gefragt:

1. Sind Sie der Meinung, dass das Angebot der Arbeitgeberseite akzeptabel war und ver.di es hätte unterschreiben sollen – unverändert?
2. Sind Sie der Auffassung, dass dieser Tarifvertrag, der von der Arbeitgeberseite gekündigt wurde, nach den jetzt abgebrochenen Verhandlungen auslaufen soll?
3. Was sind Sie bereit zu tun, um Ihrem Arbeitgeber Ihren Unmut zu verdeutlichen? An welchen Aktionen wollen Sie sich in den kommenden Tagen beteiligen?