Genossenschaftsbanken

2017 – Was für ein Jahr bei der DZ Bank!

Genossenschaftsbanken

2017 – Was für ein Jahr bei der DZ Bank!

Jahresrückblick und Ausblick auf 2018 der ver.di-Betriebsgruppe
Jahreswechsel 2017 2018 fotomek, Bild-ID #172106677, Fotolia.com Wir blicken zurück auf ein sehr bewegtes Jahr 2017!

Das ablaufende Jahr ist für die deutsche Wirtschaft mit absoluten Superlativen versehen. So lautet ein Handelsblatt-Titel „Deutsches Gewinnwunder“.

Und weiter im Text:

  • „Den Unternehmen geht es – auch ohne Regierung – so gut wie nie. Die Gewinne der Dax-Konzerne klettern auf Rekordniveau, ebenso die Dividenden im kommenden Frühjahr.“
  • „Insgesamt zahlen die Unternehmen rund 35 Milliarden Euro an ihre Aktionäre, gut vier Milliarden mehr als in diesem Jahr.“
  • „Noch stärker als ihre Dividenden steigern viele Unternehmen ihre Nettogewinne: Bei den 30 Dax-Konzernen im Schnitt um mehr als 50 Prozent auf rund 90 Milliarden Euro“

Selbst der DZ BANK-Chefökonom Stefan Bielmeier stellt fest: „Die Stimmung der deutschen Unternehmen war noch nie so gut wie im Herbst 2017.“ Für das kommende Jahr hat die DZ BANK die Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt von 1,8 auf 2,0 Prozent angehoben.

Es brummt für die Unternehmen und die Kapitalseite. Lobend führt Herr Bielmeier an, dass die „spürbar steigenden Einkommen“ ihren Anteil an der brummenden Wirtschaft haben.

Ja, es ist richtig, dass starke Gewerkschaften gute Tarifabschlüsse erzielt haben. Leider gehört die DZ BANK und der Geno-Finanzverbund nicht dazu. Im Boomjahr 2017 haben die Geno-Angestellten ein Reallohnminus zu verzeichnen.

Während die DZ BANK für dieses Jahr von einer Inflationsrate von 1,7 Prozent ausgeht, haben wir mit Verzögerung erst im April eine Tariferhöhung von mageren 1,5 Prozent erhalten. Die Bankgruppe, die am besten dasteht und seit Jahren Rekordergebnisse einfährt, speist ihre Angestellten mit Magerkost ab!

Die DZ BANK strebt für dieses Jahr im Konzern – selbst vor dem Hintergrund von Millionenverlusten der DVB – immer noch einen Gewinn von wenigstens 1,5 Milliarden Euro an.

Leider wird sich der Reallohnverlust im nächsten Jahr beschleunigen. Die nächste Tariferhöhung wird – mit Verzögerung von vier Monaten – erst zum August erfolgen. Dann gibt es „satte“ 1,2 Prozent... Da fällt einem sarkastisch der Spruch des ehemaligen Kanzlers Kohl ein: „Leistung muss sich wieder lohnen?“

Eines ist gewiss: Sie werden im Frühjahr 2018 zur Wahlurne gerufen! Ob ein neuer Bundestag gewählt werden muss? Wohl eher nicht – es ist zu vermuten, dass die SPD in „staatspolitischer Verantwortung“ erneut in eine große Koalition eintreten wird.

Aber von März bis Mai werden bundesweit in den Betrieben neue Betriebsräte gewählt, so auch in der DZ BANK in Hannover am 06. März 2018.

Und auch sonst bleibt es im neuen Jahr wie im ablaufenden: Es bleibt viel zu tun!

Alle Infos im Überblick bekommt ihr hier in unserem ver.di-Wecker als PDF: