Genossenschaftsbanken

ver.di magazin Geno-Banken Juni 2017

Genobanken

ver.di magazin Geno-Banken Juni 2017

Tarifreformprozess – ver.di auf dem Weg zu einem neuen Flächentarifvertrag für die Genossenschaftsbanken?
Die tiefgreifenden Veränderungen im Finanzdienstleistungsbereich insbesondere aufgrund der Digitalisierung, aber auch aufgrund der umfassenden Regulatorik machen es notwendig, über neue tarifliche Regelungsideen nachzudenken und diese zu realisieren, da sie nicht im nachwirkenden ver.di Manteltarifvertrag verankert sind. Vorstellbar wären hier beispielsweise Regelungen bezüglich Weiterqualifikation und Arbeitszeiten oder auch angepasste Tätigkeitsbeschreibungen und Eingruppierungsbestimmungen.
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Abschluss bei den Sparda-Banken
Schon vor einiger Zeit erfolgte der Tarifabschluss bei den Sparda-Banken: Bereits in der ersten Verhandlungsrunde Mitte Februar 2017 hat sich die Tarifgemeinschaft aus ver.di und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mit den Sparda-Banken auf Eckpunkte eines neuen Gehaltstarifvertrags geeinigt. Die Gehälter wurden rückwirkend zum 1.2.2017 um 1,5 Prozent erhöht und zum 1.2.2018 wird es eine weitere Erhöhung um 1,8 Prozent geben. D. h. direkt nach Ablauf des alten Gehaltstarifvertrag werden die Gehälter erhöht ohne weitere Leermonate wie bei den privat-öffentlichen Banken (5 Monate)oder bei den Genobanken im AVR (6 Monate) Darüber hinaus erhalten alle Kolleg/-innen eine Einmalzahlung von 150 Euro (für Vollzeitbeschäftigte/ für Teilzeitbeschäftigte entsprechend des Beschäftigungsgrades). Die Ausbildungsvergütungen werden rückwirkend zum 1.2.2017 um 70 Euro erhöht. Außerdem erhalten alle Auszubildenden eine Einmalzahlung in Höhe von 75 Euro.
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Digitalisierung verändert die Arbeitszeit
Immer mehr Kunden nutzen digitale Vertriebskanäle und kommen zunehmend seltener persönlich in die Filialen. Höhere Beratungsqualität und stark reduzierte Servicezeiten sind die Antworten der Banken. Dies hat Folgen für die Beschäftigten, die aus betrieblichen Belangen ihre bisherige Arbeitszeit verringern sollen, teilweise zwangsweise in Teilzeit gehen müssen. Bisweilen müssen sich Beschäftigte an „neue Arbeitszeiten“ gewöhnen, verstärkt späte Beratungstermine anbieten und auch am Samstag verfügbar sein. Es ist eine sozial- und tarifpolitische Errungenschaft, dass Samstage in der Fläche im Bankenwesen dienstfrei sind. Wir wissen jedoch, dass in einzelnen Genossenschaftsbanken an Samstagen gearbeitet wird. Um einen überblick zu erhalten, bittet ver.di, mitzuteilen, wo solche Samstagsarbeitsregelungen in VR-Banken existieren. Auch Hinweise auf veränderte Wochenarbeitszeiten sind von Interesse.

Informationen und Hinweise bitte an:
franziska.bruder@verdi.de

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Geno-Forum, 20.–22.9.2017, Frankfurt am Main
Mittlerweile in guter Tradition wird vom 20. bis zum 22. September 2017 in Frankfurt am Main das Genossenschaftsbanken-Forum unter dem Titel „Digitalisierung als Treiber von Veränderungsprozessen: Interessen von Kunden, Beschäftigten und Betriebsräten“ stattfinden. Neben Fachvorträgen, die die veränderten Ansprüche von Kundinnen und Kunden, der Arbeitsabläufe in Banken und deren Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen thematisieren, werden Workshops die Frage bearbeiten, wie genossenschaftliche Betriebsräte und Gewerkschaften diese Entwicklung mitgestalten können. Das Forum wird auch der Frage nachgehen, wie genossenschaftliche Werte diesem Prozess einen eigenen Stempel verleihen können.

Die Ausschreibung zum Geno-Forum findet sich hier.