Genossenschaftsbanken

Das neue Jahr bringt viele Veränderungen

Genossenschaftsbanken

Das neue Jahr bringt viele Veränderungen

Jahresausblick der ver.di-Betriebsgruppe bei der DZ Bank
Jahreswechsel 2017 2018 fotomek, Bild-ID #172106677, Fotolia.com Nicht vergessen: 2018 ist Raiffeisenjahr und am 14. März sind Betriebsratswahlen!

ver.di wünscht allen ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr! Es ist ein Jahr, das viele Veränderungen mit sich bringen wird. In der Bank und in der „großen“ Politik.

Nachdem „Jamaika“ gescheitert ist (worüber abhängig Beschäftigte nicht traurig sein müssen), steht nun eine Neuauflage der „GroKo“ an. Auch nicht der Hit. Doch wenn wir uns in Europa und der Welt umsehen, könnte es schlimmer kommen.

Hoffen wir darauf oder noch besser, leisten wir unseren Beitrag, dass es bei den nächsten Wahlen zu einer Politik für die Menschen, für eine solidarische, umweltschonende Politik in einem der reichsten Länder der Welt kommt. Eine Politik
die dafür sorgt, dass auch die multinationalen Konzerne (wie z.B. Apple oder Amazon) – wie jede und jeder Beschäftigte und wie auch die Geno-Banken – angemessen Steuern zahlen. Und schon stehen die notwendigen Mittel für die dringenden Aufgaben der Zukunft zur Verfügung!

Betriebsratswahl am 14. März 2018
Von März bis Mai werden in den Betrieben die Betriebsräte neu gewählt; in der Regel mit einer Wahlbeteiligung von gut 80 Prozent. Davon träumen Politiker!

Das hat natürlich einen Grund: Betriebsräte kennen die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen und – kritische und konfliktfähige – Betriebsräte können mit Unterstützung von ver.di eine ganze Menge erreichen. Wobei „erreichen“ in den letzten Jahren meist bedeutet, Erreichtes zu sichern.

Zu verteilen gäbe es mehr! Der Finanzverbund steht nach wie vor blendend da. So hat die Frankfurter Volksbank bereits angekündigt auch in diesem Jahr eine Dividende von 6 Prozent auszuschütten. Die Angestellten in den Geno-Banken bekommen zeitverzögert 1,2 Prozent ab August.

Wie war in der FAZ zu lesen: „Verglichen mit anderen Branchen, sind es nicht mehr die Banken, die ihre Mitarbeiter besonders fürstlich belohnen. Eine Untersuchung in verschiedenen Branchen in Deutschland ergab, dass die Löhne im Jahr 2018 in allen anderen Wirtschaftszweigen stärker wachsen dürften als für Banken. Schon in den vorangegangenen Untersuchungen hatten sie das Schlusslicht gebildet.“

Ja, so ist das bei einem gewerkschaftlichen Organisationsgrad unter 20 Prozent! Von nichts kommt nichts!

Ganz wichtig ist es für regionale Standorte wie Karlsruhe und Stuttgart, dass wir mit den Betriebsratswahlen erneut einen starken Betriebsrat bekommen. Im Laufe des Januars soll die KandidatInnen-Liste stehen. Wer Interesse hat, sich für weiterhin gute und sichere Arbeitsplätze am Standort einzusetzen, muss sich jetzt entscheiden.

+ + + Bitte dick im Kalender vormerken + + + BR-Wahl am 14. März + + + wählen gehen! + + + 

Wer am 14. März nicht im Haus ist, kann beim Wahlvorstand Briefwahl beantragen. Die entsprechenden Infos kommen per Mail und sind am weißen Brett zu finden.

Raiffeisenjahr 2018
Vor Weihnachten hat die Bank darüber informiert, dass 2018 das Raiffeisenjahr ist. Das Jubiläumsmagazin „gemeinsam“ liegt am Empfang aus.

Rechtzeitig zum Raiffeisenjahr kam ein interessantes Buch zur Geschichte der Genossenschaften und der aktuellen Entwicklung heraus: "Gewinn für alle" von Konny Gellenbeck. Es wird der Frage nachgegangen, wie wir alle vom wachsenden Wohlstand profitieren.

Genossenschaften boomen, auch und gerade in einem hochindustrialisierten und auf den Weltmärkten konkurrierenden Land wie Deutschland. Dieses uralte Wirtschaftsprinzip erweist sich in Konjunktur-, vor allem aber in Krisenzeiten als hochüberlegen gegenüber anderen marktwirtschaftlichen Unternehmensformen.

Im Buch erfährt man interessante Dinge, so z. B. dass Raiffeisen die Auszahlung einer Dividende ablehnte. Man kann die hochinteressante Kurzbiografie vom „Vater der Genossenschaftsbewegung“ lesen. Das war übrigens nicht Friedrich-Wilhelm Raiffeisen und auch nicht Hermann Schulze-Delitzsch, sondern der britische Unternehmer und Sozialist Robert Owen (1771-1858).

In der Büchergilde Gutenberg (eine Genossenschaft) kann das Buch für 16 Euro erworben werden.

Diesen ver.di-Wecker zum Jahresstart gibt es auch hier als PDF: