Tarifvertrag Sparda Bank eG

Sparda-Banken: Einigung auf Eckpunkunkte: 3,3 % und 150 € Einmalzahlung

Sparda-Banken: Einigung auf Eckpunkunkte: 3,3 % und 150 € Einmalzahlung

Bereits in der ersten Verhandlungsrunde hat sich die Tarifgemeinschaft aus ver.di und der EVG mit den Sparda-Banken auf Eckpunkte für einen neuen Gehaltstarifvertrag geeinigt.

Diese Einigung sieht vor:

  •  Ihre Gehälter werden rückwirkend zum 01.02.2017 um 1,5 Prozent erhöht
  • Zum 01.02.2018 wird es eine weitere Erhöhung um 1,8 Prozent geben
  • Darüber hinaus erhalten Sie eine Einmalzahlung von 150 Euro (Für Vollzeitbeschäftigte/ für Teilzeitbeschäftigte entsprechend des Beschäftigungsgrades)

Die Laufzeit des Gehaltstarifvertrages beträgt 30 Monate (bis 31.07.2019).

Überproportionale Erhöhungen der Ausbildungsvergütungen
Besonders erfreulich sind die Regelungen für die Auszubildenden:

  • Die Ausbildungsvergütungen werden rückwirkend zum 01.02.2017 um 70 Euro erhöht.
  • Außerdem erhalten alle Auszubildenden eine Einmalzahlung in Höhe von 75 Euro.

Offen ist noch die Ausgestaltung einer Übernahmeerklärung. Diese soll bei dem kommenden Verhandlungstermin am 13. März verhandelt werden.

Die Tarifkommission hat sich bereits am 24.02.17 für eine Annahme dieser Eckpunkte ausgesprochen. Mit den vereinbarten Eckpunkten sind nicht alle unserer Forderungen durchgesetzt worden. Aber am Ende von Tarifverhandlungen steht immer ein Kompromiss.

Die Einschätzung in der Tarifkommission ist, dass die ganz überwiegende Mehrheit der Beschäftigten eine Annahme dieses Ergebnisses befürwortet und sich keine langwierige Eskalation dieser Tarifrunde wünscht. Die Arbeitgeber haben von Ihrer Seite aus deutlich gemacht, dass diese Einigung angesichts der Herausforderungen der Branche bereits über das für sie eigentlich vertretbare Maß hinaus geht.

Im Vergleich stehen wir mit den vereinbarten Eckpunkten gut da: Es gibt keine Nullmonate, die vereinbarten Steigerungen erfolgen frühzeitiger und es gibt eine Einmalzahlung.

Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch: Wir hätten gerne mehr durchgesetzt.
Insbesondere die verbindliche Altersteilzeit (hier sieht die Arbeitgeberseite überhaupt keinen Handlungsbedarf) und die Forderung eines Festbetrages (diesen empfindet die Arbeitgeberseite ungerecht) waren uns wichtig. Jedoch sind der gewerkschaftliche Organisationsgrad und die Bereitschaft zum Engagement in der Tarifrunde in den einzelnen Sparda-Banken sehr unterschiedlich ausgeprägt. Dies wissen auch die Arbeitgeber.

Nur aufgrund des Engagements derjenigen Kolleginnen und Kollegen, die sich in den vergangenen Wochen bei den vielfältigen Aktionen engagiert haben, konnte überhaupt erst dieses Ergebnis erzielt werden. Diese Tarifrunde zeigt uns wieder deutlich: Eine erfolgreiche Regelung unserer Anliegen (wie verbindliche Altersteilzeit) ist in Zukunft nur erreichbar, wenn sich noch deutlich mehr Sparda-Bank-Beschäftigte in ver.di organisieren und für ihren Tarifvertrag einsetzen.