Für Betriebs- und Personalräte

Branchenmonitor Kreditgewerbe

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Branchenmonitor Kreditgewerbe

Die Hans-Böckler-Stiftung liefert Know-how für Betriebs- und Aufsichtsräte im Bankensektor.
Diskussion runder Tisch Verhandlung Business Meeting pictworks, Bild-ID #132929513, Fotolia.com Wie sehen die wesentlichen Entwicklungen im Bankensektor aus?

Im Herbst dieses Jahres veröffentlichte die Hans-Böckler-Stifung den aktuellen Branchenmonitor Kreditgewerbe. Er bietet einen grafisch orientierten Kurzüberblick über wesentliche strukturelle, konjunkturelle und anderweitige Entwicklungen in der Kreditbranche.

Ergänzt durch Details und Studien fasst der Monitor essentielle Brancheninformationen auf 16 Seiten kompakt zusammen und beleuchtet dabei den Wettbewerb, die Abhängigkeiten, die Beschäftigungssituation, die Nachhaltigkeit, aktuelle Trends und weitere wesentliche Themen.

  • Branchenteilnehmer und -konzentration
    Der intensive Wettbewerb in der deutschen Bankenbranche äußert sich in einer seit mehreren Jahren massiv sinkenden Zahl von Kreditinstituten, Filialen und Beschäftigten. Ein Ende dieser abwärts gerichteten Entwicklung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Sicht.

  • Globale Stellung der deutschen Bankenbranche
    Der deutsche Bankensektor ist im globalen Kontext eng eingebunden, unterscheidet sich jedoch hinsichtlich Struktur, Bankengröße, Branchenkonzentration, Renditeniveau, Ertragsmix und Kostenanteil, Banken- und Filialdichte deutlich von anderen Ländern.

  • Beschäftigungslage
    Die Beschäftigtenzahl des deutschen Bankensektors folgt seit Jahren einem negativen Trend. In den letzten zehn Jahren sank die Zahl der Beschäftigten um rund 54.000 bzw. 7,9 Prozent auf 626.237. Ein Ende des branchenweiten Personalabbaus ist aktuell nicht in Sicht.

  • Beschäftigungsrisiken
    Die Beschäftigten des deutschen Bankensektors sind vielfältigen Beschäftigungsrisiken ausgesetzt. Dazu zählen die globale Bankenkrise, der branchenweite Konsolidierungstrend sowie unternehmens- und geschäftsfeldbezogene Kostensenkungsprogramme.

  • Ökonomische Nachhaltigkeit
    Anhaltende Konsolidierungsmaßnahmen durch Bankenfusionen und Filialschließungen sowie Kostensenkungen durch Personalabbau führen zu einer nachhaltigen Schwächung anstatt zu ökonomischer Nachhaltigkeit des deutschen Bankensektors.

  • Soziale Nachhaltigkeit
    Im Bankensektor werden zwar hohe Verdienste erzielt, davon profitieren aber Männer deutlich stärker als Frauen. In keiner anderen Branche war der Gender Pay Gap, also die Verdienstlücke zwischen den Geschlechtern, im Jahr 2014 höher als im Bankensektor.

  • Ökologische Nachhaltigkeit
    Deutsche Banken haben ökologische Nachhaltigkeitsaspekte in ihr operatives Geschäft integriert – sowohl bei der Kreditvergabe als auch beim Kapitalanlagegeschäft – und arbeiten in ihren Häusern intensiv an der Verbesserung ihres eigenen ökologischen Fußabdrucks.

  • Chancen und Risiken des Marktes
    Das Branchenumfeld bietet deutschen Banken vielfältige Chancen zur nachhaltigen Positionierung, die sie durch gezielte Investitionen nutzen können. Gleichzeitig ist der Sektor aber mit gravierenden Risiken konfrontiert, denen er sich nicht einfach entziehen kann.

  • Trends und Themen
    Der Digitalisierungstrend, die Entstehung neuer und das Ausscheiden alter Wettbewerber, der anhaltende Personalabbau und die steigende Regulierungsdichte stellen deutsche Banken vor Herausforderungen und beeinflussen die Branchenentwicklung maßgeblich.

  • Digitalisierung
    Als Themenschwerpunkt geht der Branchenmonitor auch auf den fundamentalen Branchenwandel durch Digitalisierung ein und beleuchtet dabei auch die Rolle und Herausforderungen für Betriebsräte.

Know-how für ver.di Aufsichtsräte, finanziert durch ver.di Aufsichtsräte

Neben einem allgemeinen Branchenüberblick gibt der Monitor aber auch konkrete Hinweise zur Arbeit von Aufsichtsräten, um Fehlentwicklungen des eigenen Unternehmens zu erkennen, reaktiv zu korrigieren oder im besten Fall proaktiv vorzubeugen.

Übrigens: Die wissenschaftliche Arbeit und die Erstellung solcher Publikationen wird größtenteils durch ver.di Aufsichtsräte finanziert. Denn ehren- und hauptamtliche Gewerkschaftsaktive der ver.di in den Aufsichtsräten führen ihre Aufsichtsratsvergütung an die Hans-Böckler-Stiftung ab und stellen damit nicht nur ihre finanzielle Unabhängigkeit in den Aufsichtsräten sicher, sondern stärken dadurch auch die fachliche Unterstützung für ihre Arbeit und die der Betriebsräte.

Den vollständigen Branchenmonitor Kreditgewerbe gibt es hier zum Download (vorhergehende Registrierung erforderlich).