Tarifrunde öD Sparkassen 2016

Arbeitgeberangebot programmiert Reallohnverlust

Tarifbewegung Sparkassen

Arbeitgeberangebot programmiert Reallohnverlust

Ausweitung der Warnstreiks angekündigt!
•	6 Prozent mehr Lohn und Gehalt und 100 Euro mehr für Auszubildende sind nicht gierig.
•	Gute Perspektiven sind nicht utopisch.
•	Kein Eingriff ins Leistungsrecht der Zusatzversorgungskasse – ZVK und kein abwälzen der Kosten auf die Beschäftigten.
•	Verbindliche und unbefristete Übernahme der Auszubildenden.
•	30 Tage Urlaub auch für Auszubildende.
•	Die Regelungen zur Altersteilzeit müssen weiter gelten.
ver.di TRÖD 2016 Unsere Forderungen:

Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen haben in den Tarifverhandlungen in Potsdam ein Angebot übergeben und stellen es als fair und der allgemeinen Situation angemessen dar.

Für alle Beschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten.

  • 1 Prozent zum 1. Juni 2016 und damit 0,6% für das Jahr 2016
  • 2 Prozent zum 1. Juni 2017 und damit 1,2% für das Jahr 2017

Mit solchen geringen Lohnsteigerungen würden die Beschäftigten im öffentlichen Dienst weiter von der allgemeinen Lohnentwicklung abgekoppelt. Auch die zu erwartende Inflationsrate wäre nicht ausgeglichen.

Bei der Zusatzversorgungskasse (ZVK) fordern die Arbeitgeber zwar keinen Eingriff mehr in das Leistungsrecht, dafür sollen alle Arbeitnehmer_innen mit Zusatzbeiträgen zur Kasse gebeten werden. Die Arbeitgeber verweigern sich einen eigenen Anteil zu übernehmen. Damit werden sie ihrer Verantwortung nicht gerecht!

Das ist kein Angebot. Das ist ein Akt der Geringschätzung gegenüber allen Beschäftigten.

 „Als Personalräte und JAVen aus den Sparkassen unterstreichen wir die berechtigten Forderungen. Es sind die Kolleginnen und Kollegen, die in den Sparkassen die Erträge erwirtschaftet haben. Faire Gehälter, Zukunft durch Übernahme nach der Ausbildung und kein Eingriff in die Altersvorsorge sind keine unverschämten Forderungen.“

Uwe Leibrich, Personalrat der Saalesparkasse

 

  • 6 Prozent mehr Lohn und Gehalt und 100 Euro mehr für Auszubildende sind nicht gierig.
  • Gute Perspektiven sind nicht utopisch.
  • Kein Eingriff ins Leistungsrecht der Zusatzversorgungskasse – ZVK und kein abwälzen der Kosten auf die Beschäftigten.
  • Verbindliche und unbefristete Übernahme der Auszubildenden.
  • 30 Tage Urlaub auch für Auszubildende.
  • Die Regelungen zur Altersteilzeit müssen weiter gelten.

 

Erwarten Sie ein besseres Angebot zur dritten Verhandlungsrunde am 28. April 2016? Dann machen Sie das deutlich und beteiligen sich an den Aktionen und Warnstreiks. Ihre Gewerkschaft ver.di wird Sie vor Ort mit Informationen versorgen.

Können sich die Sparkassen das leisten?

Am 15. März 2016 fand die Bilanzpressekonferenz des DSGV statt. Das Ergebnis ist beachtlich und zeigt wiederholt, wie robust die Sparkassen dastehen. Hier ein Auszug der Presseerklärung des DSGV.

„Im vergangenen Jahr haben die Sparkassen 6,2 Milliarden Euro erwirtschaftet und damit ihre Vermögenssubstanz deutlich ausgeweitet. „Durch die volkswirtschaftlich falsche Zinspolitik der EZB stehen wir vor unternehmerisch sehr herausfordernden Jahren. Diesen Herausforderungen können wir aus einer Position der Stärke heraus begegnen“ sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. Für die absehbaren Herausforderungen haben die aktuell 409 deutschen Sparkassen in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 19,4 Milliarden Euro an Vorsorgereserven gebildet.

Die Sparkassen konnten 2015 den um 154 Mio. Euro gesunkenen Zinsüberschuss durch die um 336 Mio. Euro gestiegenen Provisionsüberschüsse mehr als kompensieren. Allerdings, so Fahrenschon weiter, führten Tarifsteigerungen von 174 Mio. Euro für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie eine auf insgesamt 113 Mio. Euro gestiegenen Bankenabgabe zu einem um rund 300 Mio. Euro erhöhten Verwaltungsaufwand.

Die Sparkassen erzielten ein Vorsteuerergebnis von 4,6 Milliarden Euro. Davon wurden 2,6 Milliarden Euro an Ertragsteuern gezahlt. „Die Sparkassen bleiben damit einer der größten und verlässlichsten Steuerzahler in Deutschland“, so Fahrenschon. Der Jahresüberschuss liegt bei 2,0 Mrd. Euro. Die Kernkapitalquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 14,8 Prozent.“