Tarifrunde öD Sparkassen 2016

Tarifergebnis erzielt!

3. Dritte Verhandlungsrunde beendet!

Tarifergebnis erzielt!

 am 24. März 2014 in Heilbronn ver.di TVöD-Sparkassen  – am 24. März 2014 in Heilbronn

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

in der dritten Verhandlungsrunde ist in Potsdam ein Verhandlungsergebnis erzielt worden. Das dies möglich war, liegt auch an dem Engagement der Kolleginnen und Kollegen aus den Sparkassen, die zusammen mit allen anderen aus dem gesamten öffentlichen Dienst ihren Forderungen Nachdruck verliehen haben.

In dieser Tarifrunde ging es um mehr als nur um eine Erhöhung der Löhne und Gehälter. Angriffe auf die Zusatzversorgungskassen (ZVK) mussten abgewehrt werden und die seit 2005 offene Entgeltordnung sollten durchgesetzt werden.

Hier das Ergebnis im Kurzüberblick.

Der Eingriff ins Leistungsrecht der Zusatzversorgungskassen (ZVK) ist abgewehrt!

Die Forderung der Arbeitgeber nach pauschalen Zusatzbeiträgen, die nur die Beschäftigten zahlen sollten, ist abgewehrt!

Vereinbart ist.

Sofern eine ZVK in finanzielle Schieflage gerät oder bereits ist, wird ein Zusatzbeitrag erhoben, der je zur Hälfte von den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern getragen wird. Es ist die selbe Vorgehensweise, wie bei der Versorgungskasse Bund und Länder (VBL). Da die Arbeitgeber die Hälfte der Kosten tragen müssen, werden sie genau schauen, ob eine Notlage vorliegt und nicht vorschnell einen Zusatzbeitrag einfordern.

Mehr Gehalt und Ausbildungsvergütung!

Rückwirkend zum 1. März 2016 werden die Gehälter aller Beschäftigten und Praktikanten um 2,4 Prozent und zum 1. Februar 2017 um weitere 2,35 Prozent angehoben. Durch die aktuell extrem niedrige Inflationsrate ist das ein deutlicher Lohnzuwachs.

Alle Auszubildende erhalten rückwirkend zum 1. März 2016 35 Euro und zum 1. Februar 2017 weitere 30 Euro mehr Ausbildungsvergütung. Außerdem werden 50 Euro Büchergeld pro Ausbildungsjahr gezahlt und die nachgewiesenen Kosten für Unterkunft und Verpflegung bei Besuch einer auswärtigen Berufsschule im Blockunterricht erstattet. Der Jahresurlaub wird für Auszubildende um einen Tag auf 29 Tage erhöht.

Für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben wird die Übernahmeregelung im Anschluss an die Ausbildung um weitere zwei Jahre verlängert.

Durchbruch bei Entgeltordnung erzielt.
Beachtliches Ergebnis bei schwieriger Ausgangslage erreicht.

Die Eingruppierung Ihrer Tätigkeit erfolgt anhand von sogenannten Tätigkeitsmerkmalen, die in einer tariflichen Entgeltordnung vereinbart werden. Die Eingruppierung bestimmt also den Wert ihrer Arbeit. Ihr Personalrat hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die tarifliche Eingruppierung in der Sparkasse auch umgesetzt wird. Seit 2005 waren wir in einer Übergangssituation. Damals wurde der Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) durch das neue Tarifwerk für den öffentlichen Dienst (TVöD) ersetzt. Die Überleitung wurde nach einer Überleitungstabelle vorgenommen. Allerdings ist zum Beispiel der Bewährungsaufstieg weggefallen und wurde in der Übergangszeit durch Einmalzahlungen teilweise kompensiert. Was fehlte war die Entgeltordnung. Jahrelang haben sich die Arbeitgeber geweigert, in Verhandlungen einzutreten. Erst 2013 gelang der Durchbruch und jetzt der Abschluss.

Mit der neuen Entgeltordnung gibt es Verbesserungen.

Bisher war es oft so, dass bei einer Höhergruppierung häufig Rückschritte in der Erfahrungsstufe in Kauf genommen werden mussten. Nach der neuen Regelung wird die Erfahrungsstufe beibehalten (Stufengleiche Höhergruppierung).
In der bisher geltenden stufenverkürzten 9 musste man 9 Jahre warten, um in die Endstufe 5 zu kommen. Jetzt ist nach vier Jahren ein neue Zwischenstufe eingefügt worden, bevor nach weiteren fünf Jahren die Endstufe erreicht wird. Der Betrag in der Endstufe hat sich nicht verändert, aber auf dem Weg dahin gibt es durch die neue Zwischenstufe einen finanziellen Vorteil.

Was die neue Entgeltordnung konkret für Sie bringt, muss individuell betrachtet werden. Als ver.di-Mitglied profitieren Sie von exklusiven Informationen. Achten Sie deshalb auf die nächste Ausgabe des ver.di-Sparkassenmagazins.

Ein offenes Wort zu Schluss: 

Die Verhandlung dieser neuen Entgeltordnung für den öffentlichen Dienst ist ein wahres Mammutprojekt gewesen. In den letzten 50 Jahren gibt es kein vergleichbares Projekt. Trotzdem gibt es Schattenseiten. Die Sparkassenarbeitgeber haben in den Verhandlungen einen langjährigen Konsens aufgekündigt. Sie erkennen in der Kundenberatung die gestiegenen Anforderungen aus anspruchsvollen Kunden, breiterer Produktpalette, Digitalisierung und Auswirkungen der Regulatorik nicht an. Im Gegenteil. Hier wollen sie den Rotstift ansetzen und bei den Kolleginnen und Kollegen in der Kundenberatung sparen und die Latte zum erreichen einer besseren Entgeltgruppe höher hängen.

Klar gestellt ist: Alle Kundenberater und Kundenberaterinnen im standardisierten Mengengeschäft sind mindestens in der Entgeltgruppe 9 a einzugruppieren. ver.di wird speziell für die Personalräte Seminare anbieten und aktiv in ihrer Arbeit unterstützen.

Dieses Ergebnis war nur möglich, weil sich zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus dem öffentlichen Dienst und auch in den Sparkassen für Ihre Interessen eingesetzt haben. Tarif kommt von Aktiv!

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