Nachrichten

Kündigung von Betriebsrats- und Gewerkschaftsmitgliedern bei …

Union Busting

Kündigung von Betriebsrats- und Gewerkschaftsmitgliedern bei Travelex in laufender Tarifrunde

Jetzt müssen wir zusammenstehen!
Starkes Team LeventeGyori, Shutterstock.com Zeigt eure Solidarität mit den betroffenen KollegInnen und Kollegen bei Travelex!

Travelex hat seinen Betriebsratsvorsitzenden und seine Stellvertreterin fristlos und ohne Angaben von Gründen gekündigt. Darüber hinaus ist auch ein Mitglied der ver.di-Tarifkommission gekündigt worden.

Diese Kündigungen stehen im Zusammenhang mit den Tarifverhandlungen bei Travelex und sollen die Aktiven sowie die Beschäftigten gezielt einschüchtern. Travelex ist ein internationales Unternehmen, das in 28 Ländern Wechselstuben betreibt. Die Travelex Deutschland GmbH hat ihren größten Standort mit knapp 50 Beschäftigten am Frankfurter Flughafen und kleinere Standorte an den Flughäfen Hannover und Berlin Tegel.

In der letzten Tarifrunde hatte ver.di jährliche Gehaltserhöhungen von 3,5 Prozent durchsetzen können. In der aktuellen Tarifrunde fordert ver.di Gehaltserhöhungen von 5 Prozent ab 1.1.2018 und 5,5 Prozent ab 1.1.2019 bei einer Laufzeit von 24 Monaten.

 „Aus unserer Sicht handelt es sich bei den Kündigungen um einen Versuch der Zerschlagung von Mitbestimmungs- und Gewerkschaftsstrukturen“, bewertete Jan Duscheck, bei ver.di für die Bankenbranche verantwortlich, die Kündigungen.

Travelex wird von der Rechtsanwaltskanzlei Naujoks vertreten. Diese steht immer wieder im Verdacht, für ihre Mandanten mit konstruierten Vorwürfen gegen vermeintlich unliebsame Betriebsratsmitglieder vorzugehen. Hierzu gab es auch in diesem Jahr eine umfangreiche Berichterstattung.

„Die Forderung an das Management von Travelex ist ganz klar: Ziehen Sie die Kündigungen zurück und setzen Sie sich an einen Tisch mit den Betroffenen“, macht Duscheck deutlich.

Betroffen sind Einzelne – Gemeint sind wir alle

In 99 Prozent dieser Fälle ist es möglich, sich erfolgreich zu wehren, weil die Vorwürfe juristisch nicht haltbar sind. Klar ist aber auch: So einen Konflikt müssen die Betroffenen erst einmal persönlich durchstehen. Alle aktiven Gewerkschaftsmitglieder und Betriebsräte sind aufgerufen, ihnen dabei zur Seite stehen!

Solidaritätsschreiben und persönliche Botschaften an die drei betroffenen KollegInnen können per E-Mail an banken@verdi.de gesendet werden, wir leiten sie unverzüglich an die Betroffenen weiter!