Faire Arbeit in den Finanzdienstleistungen

ver.di fordert:

Faire Beratung im Kreditgewerbe und
Schluss mit dem unwürdigen Vertriebscontrolling

Die Beschäftigten in Banken und Sparkassen haben abgestimmt! Ab 1. Juli 2010 ist die Erhebung geschlossen. 

In Nordrhein-Westfalen hatten sich bereits rund 2.500 Bankangestellte an der ver.di-Abstimmung zum Thema Verkaufsdruck beteiligt. An der bundesweiten Abstimmung haben noch einmal knapp 3.000 Beschäftigte teilgenommen, insgesamt waren es 5.500 Beraterinnen und Berater in Banken und Sparkassen. Ihre Kommentare belegen oft in drastischer Weise, dass die Arbeitswelt in der Branche immer unmenschlicher wird.


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Die Forderungen


  • Aussetzen der Zielvorgaben für dieses Jahr
  • Überprüfen aller Leistungsanreizsysteme
  • Keine weitere Variabilisierung der Einkommen
  • Kein ständiges Ändern von Vertriebsstrategien (Aktionen)
  • Schluss mit unwürdigen Praktiken des Vertriebscontrollings
  • Kundenbedarfsgerechte Beratung statt Verkauf auf „Teufel komm raus“
  • Finanzprodukte, die von Berater/-innen und Kunden verstanden werden

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Die Abstimmung


Achtung: Die Abstimmung ist ab 1. Juli 2010 geschlossen. Das Endergebnis berichten wir unten, sobald uns die Auswertung vorliegt.

Fakt ist: 

Obwohl Bankmanager gerne behaupten, man habe die notwendigen Lehren aus der Finanzkrise gezogen, in der Arbeit hat sich dadurch nichts verändert.

Sie haben mit Ihrer Stimme gezeigt, was los ist in Banken und Sparkassen! Ihre Meinung wurde von Pressemedien und Politik beachtet, sogar in der Wissenschaft beginnt man über gesellschaftliche Auswirkungen übersteuerter Anreizsysteme nachzudenken.

Doch die Verhältnisse haben sich noch lange nicht verbessert. Es geht weiter um Fairness gegenüber den Kunden, um ein gutes Gewissen in der Beratung und um faire Verkaufsziele, die nicht ständig den Verkaufsdruck steigern und mittelfristig die Gesundheit untergraben. Wenden Sie sich an Ihre ver.di-Sekretärin oder ihren ver.di-Sekretär und überlegen Sie mit ihr oder ihm, was in Ihrem Betrieb verändert werden muss und wie das geschehen kann.

Die bundesweite Abstimmung wurde am 1. Oktober 2009 gestartet und am 30. Juni 2010 geschlossen. Bis zum 30. Juni 2010 hatten sich an der bundesweiten Abstimmung 2.970 Kolleginnen und Kollegen beteiligt. Insgesamt waren das bis zum dem Tag 5.541 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Abstimmung "Verkaufsdruck - Nein danke!" ist beendet.

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Die Ergebnisse


Sobald die Auswertung vorliegt, erfahren Sie hier das Endergebnis der Abstimmung "Verkaufsdruck, nein danke!".

Bis zum 30. Juni 2010 hatten sich an der bundesweiten Abstimmung 2.970 Kolleginnen und Kollegen beteiligt. Zusammen mit der vorangegangen Abstimmung in Nordrhein-Westfalen ergab das 5.541 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Grafiken fassen alle Abstimmungsergebnisse bis zum 30. Juni 2010 (Endstand) zusammen. Die Teilnehmer/innen der Bausparkassen sind den privaten Banken zugerechnet, wie in der NRW-Abstimmung.

Zunächst die Verteilung nach Sektoren.

Teilnehmer der Abstimmung nach Sektoren (Endstand)

Die Abstimmung ergibt zum 30. Juni 2010 (Endstand) bundesweit über alle Sparten folgendes Ergebnis:

Abstimmungsergebnis alle Sektoren in Prozent (Endstand)

Die Auswertung der Abstimmung bis zum 30. Juni 2010 (Endstand) ergab bei den privaten und öffentlichen Banken:

Abstimmungsergebnis private und öffentliche Banken in Prozent (Endstand)

Die Auswertung der Abstimmung bis zum 30. Juni 2010 (Endstand) ergab bei den Sparkassen:

Abstimmungsergebnis Sparkassen in Prozent (Endstand)

Die Auswertung der Abstimmung bis zum 30. Juni 2010 (Endstand) ergab bei den Genossenschaftsbanken:

Abstimmungsergebnis Genossenschaftsbanken in Prozent (Endstand)

Zur Erinnerung: in Nordrhein-Westfalen hatten sich Kolleginnen und Kollegen aus den Sektoren bis zum 5. August 2009 beteiligt:

Teilnehmerverteilung in NRW nach Sparten

So stimmten die Seitenbesucher der Abstimmung in NRW bis zum 5. August 2009 ab:

Abstimmungsergebnis bis 5. August 2009

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Die Kommentare


Kommentar aus der aktuellen Abstimmung:

"Was als Mitarbeitermotivation startet......endet in Frust und Depression.
Mitarbeitern wird Zuckerbrot versprochen, doch spüren dürfen Sie nur die Peitsche!"


Hier finden Sie die Kommentare aus der aktuellen Abstimmung (Stand bis zum 10. Dezember 2009). Wählen Sie ein Thema:

Kommentare zur ver.di Abstimmung

Zur Situation: Vom Berater zum Verkäufer

Zielsetzungspraxis: ... und es wird immer schlimmer...

Führung und Controlling: "Führen nach Zahlen"

Die Diagnose: "Ganzheitliche Beratung ist Theorie!"

Übrigens weitere Kommentare, nämlich die aus der Abstimmung zu "Verkaufsdruck, nein Danke!" in Nordrhein-Westfalen, finden Sie hier auf den Faire-Arbeit-Seiten in NRW.

Zu den Kommentarseiten einige Hinweise vorab:

Wie versprochen, werden die Kommentare der Teilnehmer/innen an der Abstimmung anonymisiert und offensichtliche Schreibfehler stillschweigend korrigiert.

Kursiv gesetzter Text in den Kommentaren dient der Anonymisierung oder dem besseren Textverständnis. Ist die Deutung unklar, steht zusätzlich ein Fragezeichen. Auch unsere Erläuterungen sind kursiv gesetzt.

Nicht immer zitieren wir den gesamten Kommentar, Auslassungen sind durch drei Punkte gekennzeichnet.

Wir sprechen meist von den Abstimmungsteilnehmern in der männlichen Form, da wir das Geschlecht nicht extra abfragen.

Ihren eigenen Kommentar können Sie mit der Abstimmung zu den Forderungen abgeben. Zur Abstimmung geht es hier.


Kommentar aus der aktuellen Abstimmung:

"Nachdem man ausgebrannt und leer ist wird man fallen gelassen. Der Mitarbeiter wird verwendet wie ein ausgeschriebener Einwegkugelschreiber."


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International


Foto: Bernd Hartung

Die UNI Europa Finance hat am 16. April 2010 einen Aktionstag vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main durchgeführt und die Frankfurter Erklärung in verschiedenen Sprachen veröffentlicht. Die Gewerkschaftsvertreter aus den beteiligten Ländern arbeiten auch zusammen an einer Charta für faire Beratung unter dem Arbeitstitel "Sales and advice". Mehr Informationen hier auf den Seiten von Fidi-International.


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Die Informationen


Die folgenden Informationen wurden vom ver.di Team faire-arbeit in Nordrhein-Westfalen bereitgestellt.

 "Verkaufsdruck schädigt das Geschäft" - so sehen es die Kundenberater, die unsere Seite hier kommentieren. So sieht es aber auch inzwischen die Öffentlichkeit - zum Schaden der Branche.

"Eine Geschäftspolitik mit falschen Anreizsystemen steht im krassen Gegensatz zur einer kundenbedarfsgerechten Beratung." So sieht es das faire-arbeit-team aus Nordrhein-Westfalen im Info vom Jan/Feb 2010. Der Bericht zeigt, zu geringe Fixgehälter korrumpieren das Verhalten der Verkäufer - das muss ein Ende haben.

 


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Die Medien


Zu den Tagesthemen vom 15. März 2010. Ab Minute 10:53 bis zur Minute 14:35 berichtet unter anderem eine ehemalige Anlageberaterin, wie sie den Verkaufsdruck erlebte.

Zur Sendung Anne Will am 14. März 2010 zum Thema: "Zocken, spekulieren, abkassieren – haben Banker aus der Krise nichts gelernt?" unter anderem mit dem Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes DSGV Heinrich Haasis.

Der "Einspieler" bei der Sendung Anne Will am 14. März 2010 zum Verkaufsdruck in Sparkassen.

Am 20. März 2009 sendete das ARD-Morgenmagazin zur Anlageberatung der Banken ein Interview mit Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Die Sendung wird von der Mediathek des ARD leider nicht mehr angeboten.


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Die Downloads


Banner Verkaufsdruck Nein Danke!

Banner zum Herunterladen und Ausdrucken!

Banner Faire Beratung jetzt UNI Finance

Banner zum Herunterladen und Ausdrucken

Alff: Motivation im Vertrieb

Alff: Wenn Schlagen erlaubt wäre...

Alff: Ziel vor Augen


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Der Gesundheitstest ; )


ver.di bietet exklusiv einen Stresstest aus der Wissenschaft ; ), der nicht nur für Finanzberaterinnen und Finanzberater zur Zeit der Finanzmarktkrise Aufschluss über die persönliche Beanspruchung in der Arbeit bietet. Folgen Sie einfach der Anleitung im

Stresstest für Finanzberaterinnen und Finanzberater


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