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Deutsche Bank und Commerzbank erwägen Fusion

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Deutsche Bank und Commerzbank erwägen Fusion

ver.di sieht keinen Mehrwert und fordert Sicherheit von Arbeitsplätzen als maßgebliches Kriterium.
Deutsche Bank Filiale hansenn, Bild-ID #58011921, Depositphotos.com Wo ist der Mehrwert einer Fusion mit der Commerzbank?

ver.di positioniert sich: Mögliche Fusion der Deutschen Bank und Commerzbank bringt keinen Mehrwert, aber gefährdet Arbeitsplätze!

Nachdem am heutigen Sonntag, den 17. März 2019, bekannt gegeben wurde, dass die Deutsche Bank und die Commerzbank Gespräche über eine mögliche Fusion führen wollen, erklärte Jan Duscheck, Bundesfachgruppenleiter im Bankgewerbe bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di):

"Wir lehnen eine mögliche Fusion beider Häuser mit Blick auf die Gefährdung von zehntausenden Arbeitsplätzen ab. Mit einer Fusion würden zusätzliche Risiken und Probleme auf beide Banken zukommen."

Für uns ist die langfristige Sicherheit von Arbeitsplätzen ein entscheidendes, zentrales Kriterium. Wir verlangen, dass dies auch für die anstehenden Gespräche maßgeblich ist!

Jan Duscheck, ver.di-Bundesfachgruppenleiter für das Bankgewerbe

Sie würde für beide Häuser eine zusätzliche Großbaustelle besonders im Retail-Geschäft schaffen, ohne dass die alten Baustellen abgearbeitet wären.

Und das ohne erkennbaren Mehrwert einer möglichen Fusion – nicht für die Institute selber, die Verbraucher, die Wirtschaft und schon gar nicht für die Beschäftigten.

So müsste bei einer möglichen Fusion die Integration der Postbank in die Deutsche Bank ein drittes Mal angegangen werden.

Gerade im Bereich des Privat- und Firmenkundengeschäftes würde es zu erheblichen Überschneidungen von Stärken kommen, nicht zu gegenseitigen Ergänzungen. Hier wären die Beschäftigten von einer Fusion besonders betroffen.

In der IT arbeiten beide Institute gerade daran, zukunftsfähig zu werden. Eine Fusion würde diese Bemühungen erschweren und verlangsamen. Auch mit Blick auf das Investmentbanking der Deutschen Bank AG ist nicht erkennbar, wie eine Fusion zu einer Stärkung dieses Bereichs beitragen kann.

"Für uns ist die langfristige Sicherheit von Arbeitsplätzen ein entscheidendes, zentrales Kriterium", so Duscheck weiter. "Wir verlangen, dass dies auch für die anstehenden Gespräche maßgeblich sein muss. Wir werden diese Gespräche im Sinne der Beschäftigten beider Institute kritisch begleiten und uns in den Aufsichtsräten entsprechend positionieren."

Weitere Infos zur aktuellen Entwicklung bei Commerzbank und Deutscher Bank gibt es hier als PDF:


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