Genossenschaftsbanken

Zähe Tarifverhandlungen enden ohne Ergebnis!

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Zähe Tarifverhandlungen enden ohne Ergebnis!

Die Beschäftigten der Sparda-Banken haben etwas Besseres verdient.
Sparda_Bild ver.di FB 01 Wir kämpfen gemeinsam weiter, bis wir ein wertschätzendes Ergebnis erreichen!

Auch in der dritten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Sparda-Banken haben sich die Arbeitgeber uneinsich­tig gezeigt. Die Arbeitgeberseite bleibt bei ihrer Position, dass die Arbeit­nehmer*innen als Beitrag zur wirtschaftlichen Stärkung der Sparda-Banken auf Gehaltserhöhungen für mindestens zwei Jahre verzichten sollen.

Das vorliegende Angebot ist eine Ohrfeige für diejenigen, die den Laden tagtäglich am Laufen halten. Wer solche Angebote vorlegt, darf sich nicht über die Reaktion der Beschäftigten wundern.

Kevin Voß (ver.di)

Allenfalls bestand die Bereitschaft, eine geringfügige Ge­haltserhöhung sowie eine niedrige Einmalzahlung wäh­rend der Laufzeit des Tarifvertrags in Erwägung zu ziehen.

Der Reallohnverlust aufgrund der erwarteten Inflationsrate bleibt für die Arbeitgeber keine relevante Größe. Auch die­ses hätten Beschäftigte hinzunehmen, um einen Beitrag zum Erhalt ihrer Arbeitsplätze zu leisten.

Einen tarifvertrag­lichen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen lehnen die Arbeitgeber ebenfalls weiterhin ab.

Arbeitgeberangebot ver.di FB 01

Endlich kommen wir zum Verhandeln. Ein Ergebnis im Sinne der Beschäftigten ist noch nicht in Sicht.

Julia Großholz-Michniok (EVG)

Trotz der beinahe unveränderten Arbeitgeberposition legte unser Verhandlungsteam konstruktive Vorschläge für einen Tarifabschluss vor.

Diese tragen den auf Arbeitgeberseite vorgetragenen Bedenken in angemessener Weise Rechnung.


Unser Gegenvorschlag:

  • 2021: Einmalzahlung in Höhe von 750 Euro (350 Euro für Auszubildende) zur Kompensation von 9 Monaten ohne lineare Gehaltserhöhung (01.04. – 31.12.21)
  • 2022: Erhöhung der Gehälter um 1,7% am 01.01.22; Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 50 Euro am 01.01.22; Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro
  • 2023: Erhöhung der Gehälter um 1,3% am 01.01.23; Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 50 Euro am 01.01.23; Laufzeitende 30.06.23

Die Arbeitgeberseite zeigt erneut, dass sie Tarifverhandlungen nicht verstanden hat: Es geht nicht um wohltätige Geschenke, sondern um eine angemessene Würdigung des Beschäftigtenbeitrags zum Unternehmenserfolg.

Ulrich Brandstrup (Sparda-Bank Hannover)

Weitere Punkte:

  • Möglichkeit, lineare Erhöhungen und Einmalzahlungen in freie Tage umwandeln zu können
  • Erklärung zur Sicherung der Arbeitsplätze

Mit diesem Vorschlag sind wir ein gutes Stück auf die Arbeit­geberseite zugegangen.

Damit bringen wir aber weiter die Auf­fassung zum Ausdruck, dass ein Tarifabschluss ohne eine angemessene Anhebung der Gehälter unzumutbar ist.

Nochmals haben wir in den Verhandlungen klargestellt, dass die Beschäftigten bereit sind, der Gesamtsituation Rech­nung zu tragen, soweit damit kein Reallohnverlust verbun­den ist. Aber eine Haftung für allgemeine Branchenrisiken, gesamtwirtschaftliche Entwicklungen oder Management­fehler lehnen wir ab!

Die Sparda-Banken wollen keine 2% mehr Gehalt zahlen. Das wären pro 100 Vollzeitbeschäftigte rund 130.000 Euro. Angesichts dieser Sum­men sind die Banken weder bankrott (wenn die Gehaltserhöhung fließt) noch gerettet (wenn darauf verzichtet wird). Es geht also nur ums Prinzip!

Dirk Sievers (Sparda-Bank Hannover)

Aus den beschriebenen Gründen haben wir entschieden, die Verhandlungen zu unterbrechen. Gleichzeitig haben wir aber auch einen weiteren Termin mit der Arbeitgeberseite ver­einbart: Die vierte Verhandlungsrunde wird am 13. September 2021 in Frankfurt stattfinden.

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die Aktionen und Warn­streiks in den letzten Tagen haben dazu geführt, dass wir endlich ein Angebot erhalten haben. Wir müssen den Druck aber aufrechterhalten und erhöhen.

Wir zählen auf Sie!

Unterstützen Sie die Aktionen vor der nächsten Verhandlung und (wenn noch nicht geschehen) werden Sie Mitglied und stärken Sie damit die Verhandlungsstärke Ihrer Gewerkschaft!

Diese Tarifinfos gibt es hier als PDF, gerne zum Weiterverteilen an die Kolleginnen und Kollegen vor Ort:


Ab jetzt zählt es!

Werden Sie ver.di-Mitglied, beteiligen Sie sich an Aktionen und stärken Sie damit gemeinsam mit Ihren Kolleginnen und Kollegen die Verhandlungsposition Ihrer Gewerkschaft.
Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Nichts wie los – gemeinsam für gute Tarife bei den Sparda-Banken!


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Mehr Infos für Beschäftigte der Genossenschaftsbanken:

Sparda Banken. Streik in Hannover
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