Genossenschaftsbanken

PSD: Wie sicher ist mein Gehalt?

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PSD: Wie sicher ist mein Gehalt?

Die Gehaltserhöhung von 3% zum 1.1.2020 laut dem Flächentarifvertrag steht bei den PSD-Banken in Frage
Geld Steve Buissinne, pixabay.com Geld

Aufgrund des Flächentarifvertrages steht am 1. Januar 2020 in den Genossenschaftsbanken eine Gehaltserhöhung von 3 Prozent an. Bislang haben die PSD Arbeitgeber die Gehaltserhöhungen der Fläche mit einem Abstand von zwei Monaten an Sie weitergegeben.

In einem Schreiben an die Betriebsräte vom September 2019 hat der Arbeitgeber nun mitgeteilt, dass sie sich noch intern verständigen müssen, ob sie es weiterhin so handhaben wollen. Wie kann es sein, dass so etwas in Frage steht? Ihr Gehalt und Ihre Gehaltserhöhung werden im Haustarifvertrag zwischen dem Arbeitgeber und der zuständigen Gewerkschaft ver.di ausgehandelt. Einen Rechtsanspruch auf die Leistungen des Tarifvertrages haben nur Gewerkschaftsmitglieder.

Die PSD Arbeitgeber wollen seit 2011 mit ver.di nicht mehr über eine Gehaltserhöhung verhandeln. Sie zahlen seitdem die Gehaltserhöhungen aus dem Flächentarifvertrag der Genossenschaftsbanken „freiwillig“. Diese freiwilligen Zahlungen betragen mittlerweile zusammengerchnet 12 Prozent, die Gehaltserhöhung vom 1.1.2020 noch nicht einbezogen. Auf diese freiwilligen Zahlungen haben Sie, da sie nicht tariflich vereinbart sind, keinen Rechtsanspruch.

In Zahlen bedeutet dies konkret: Sie arbeiten in der Kundenberatung Baufinanzierung und verdienen in der Endstufe der TG 74.148 €? Die freiwillige Leistung von 12 Prozent beträgt 498 €. Die zusätzlich in Frage stehende Lohnerhöhung von 3 Prozent beträgt 124,44 €, insgesamt also 622,44 €. Sie arbeiten in der Marktfolge und verdienen in der Endstufe der TG 5 3.467 €? Die freiwillige Leistung beträgt damit aktuell 416 €. Die zusätzlich in Frage stehende Lohnerhöhung von 3 Prozent beträgt 104 €, insgesamt also 520 €.Warum sollte der Arbeitgeber nicht mehr freiwillig zahlen, fragen Sie sich vielleicht. Immerhin macht er das doch die ganze Zeit – warum sollte sich daran etwas ändern?

Sie hören sicherlich öfter, wie schwierig die Lage für die PSD Banken geworden ist. Daran wird sich mit der Niedrigzinspolitik absehbar nichts ändern. Obwohl die Personalkosten das geringste Problem für die Banken sind, wird bei der Frage, wo können Arbeitgeber Kosten sparen, deren Blick schnell auf Posten wie freiwillige Zahlungen gelenkt …Wie können Sie Ihr Gehalt sichern?

Das vollständige Tarifgehalt muss in einem aktuellen Gehaltstarifvertrag vereinbart und damit abgesichert werden. Aktuell ist der Arbeitgeber bei den PSD Banken zu keiner Verhandlung mit ver.di bereit. Für die Arbeitgeber ist der Zustand komfortabel: Sie zahlen freiwillig, aber wenn es darauf ankommt, haben sie finanzielle Verschiebemasse. Solange der Arbeitgeber davon ausgehen kann, dass es Sie nur mäßig interessiert und Sie davon ausgehen, das wird sich schon irgendwie regeln, wird nichts passieren. Oder zu Ihrem Nachteil. Lassen Sie uns daher jetzt, wo noch Zeit ist, darüber in den Austausch treten: Haben Sie ein Interesse, Ihren Anspruch auf Ihr aktuelles Gehalt abzusichern?

Ist es Ihnen

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Geben Sie Ihren Tarifkommissionsmitgliedern dazu eine Rückmeldung! Hier finden Sie diese Info auch als Flugblatt zum Herunterladen und Ausdrucken:

 

Einen Rechtsanspruch auf Leistungen aus dem Tarifvertrag haben nur Gewerkschaftsmitglieder: Treten Sie also in die Gewerkschaft ein! Ohne Gewerkschaft – keine guten Tarifverträge!


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