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Tarifinfo ReiseBank: Gerechte Eingruppierung statt EBS!

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Tarifinfo ReiseBank: Gerechte Eingruppierung statt EBS!

Informationen zur EBS und der Alternative eines Stufenanstiegs aufgrund von Berufsjahren bei der ReiseBank.
Mitarbeitergespräch in einer Bank londondeposit, depositphotos.com Mitarbeitergespräch in einer Bank

Das Jahr 2020 liegt vor Ihnen. Weihnachtsurlaub/Silvester – Winterurlaub – bei Ihnen wird viel los (gewesen) sein. Hektik, Stress, die Kunden drängeln – Jetzt bloss keine Fehler machen… das nächste EBS-Gespräch kommt …

ver.di sieht das EBS als nicht zeitgemäß und willkürlich an. Kommt man im EBS in den ersten Jahren noch voran, und das gilt natürlich vor allem für junge Kolleg/-innen, bleibt man danach hängen. Faktisch schafft es kaum jemand in das Endgehalt, in „hervorragend“. Dagegen kann einem die Führungskraft noch nach vielen Monaten im EBS einen Fehler vorhalten, der mit einem Punktabzug bestraft wird. Nach vier Jahren muss man dann schon ggfs. bangen, ob es nicht doch zu einer Herabstufung kommt. Ist das motivierend?

Wie empfinden Sie das? Hinzu kommt, dass Führungskräfte unterschiedlich beurteilen. Die Beurteilung wird daher zum Teil willkürlich. Auch werden  Tätigkeiten zur Beurteilung herangezogen, die gar nicht bemessen werden können. Das trifft beispielsweise auf Kollegen zu, die in einer 1-Mann-GS arbeiten.

Herr von Keitz hat Ihnen in der Mitarbeiterinfo vom Dezember 2019 mitgeteilt, dass das EBS ganz im Gegenteil sehr zeitgemäß ist, da Sie nach Ihrer Leistung bezahlt werden. ver.di ist der Ansicht, dass Ihr Grundgehalt frei von Leistungsaspekten sein muss.

Sie sollten dieses Grundgehalt für die Arbeitsleistung bekommen, die Sie laut Arbeitsvertrag zu erbringen haben. Besonders gute oder  herausragende Leistungen sollten durch finanzielle Extraleistungen entlohnt werden. Dafür setzen wir uns ein.

Wie fänden Sie dies? Wir wollen keine Tarifrunden mehr, die eher an kollektives Betteln erinnern als an die Aushandlung von Interessen.
Sie alle freuen sich über eine Gehaltserhöhung. Sie alle wollen vielleicht auch kein EBS mehr? Aber: Die meisten wollen sich nicht in ver.di organisieren.

Und obwohl vielleicht Sie, die dieses Flugblatt lesen, kein ver.di Mitglied sind, erwarten Sie wahrscheinlich von uns, dass „wir“ gut verhandeln. Das können wir aber nicht ohne Sie.

Wir meinen, Gewerkschaft ist dafür da, dass die entscheidenden Probleme am Arbeitsplatz gemeinsam angegangen werden und es gute Lösungen gibt.

Aus unserer Sicht bedeutet das aktuell:

  • Abschaffung des EBS und Etablierung eines Stufenanstiegs aufgrund von Berufsjahren wie in vielen anderen Tarifverträgen auch.
  • Zusätzlich eine angemessene Gehaltserhöhung und kein Inflationsausgleich.

Was meinen Sie: Was muss passieren, damit der Arbeitgeber uns einen solchen Tarifvertrag unterschreibt?

Wir denken, es müssen viel mehr Kolleg/-innen in ver.di organisiert sein. Um Aussicht auf Erfolg zu haben, brauchen wir die Unterstützung von mindestens einem Viertel bis einem Drittel der Belegschaft. Und diese Kolleg/-innen müssen auch bereit sein, ihre Meinung zu äußern. Der Arbeitgeber muss sehen, dass Ihre Forderungen und die ver.di Forderungen eins sind.

Deswegen hat sich die ver.di Tarifkommission entschieden, den Tarifvertrag erst dann zu kündigen, wenn wir als ver.di den entsprechenden Organisationsgrad erreicht haben. Als zeitliche Zielmarke haben wir uns Mai 2020 gesetzt. Dann haben wir genug Zeit, um unsere Forderungen konkret auszugestalten und den Tarifvertrag zum EBS zu kündigen.

 

Die ersten Kollegen haben diesen Schritt bereits vollzogen und sind bei ver.di eingetreten. Wir begrüßen Sie herzlich! Weitere müssen folgen. Treten Sie selber ein und sprechen Sie mit Ihren Kolleg/-innen!

Fazit: Runter vom Sofa, rein in die Gewerkschaft. Mitglied werden, mehr bewegen!


Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Jetzt aber los – gemeinsam für gute Tarife bei der ReiseBank!


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