Genossenschaftsbanken

Sozialpartnerschaft endgültig mit Füßen getreten

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Sozialpartnerschaft endgültig mit Füßen getreten

Sparda-Bank will ver.di-Aktiven und Betriebsrat fristlos kündigen. ver.di macht den Vorgang öffentlich.
Spardabank Hannover ver.di FB1 Niedersachsen-Bremen Spardabank Hannover

Der Vorstand der Sparda-Bank Hannover eG, federführend durch den Vorsitzenden André-Christian Rump und den Vertriebsvorstand Jochen Ramakers fährt schwerstes juristisches Geschütz gegen die ver.di-Aktiven im eigenen Haus auf. Die Herren Rump und Ramakers nehmen einen protokollarischen Verhaltensfehler zum Anlass, um zwei Aktivposten der Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit im Betrieb sofort, fristlos zu kündigen.

Dem Betriebsratsvorsitzenden und stellvertretenden Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Detlev Hagenkord soll fristlos gekündigt werden. Weil der zuständige Betriebsrat der Kündigung nicht zugestimmt hat, klagt die Sparda-Bank zur Zeit noch vor dem Arbeitsgericht Hannover die fehlende Zustimmung ein.

In einem weiteren Fall wurde sich vor dem Arbeitsgericht verglichen, inklusive Trennung. Doch was wird eigentlich zur Last gelegt?

Der Anlass
Die Geschäftsstelle Bielefeld ist in drei Teams aufgeteilt. Ein Team hatte eine Telefonkonferenz, an der auch Detlev Hagenkord als Betriebsrat teilnehmen wollte, weil ihn eine Kollegin darum gebeten hatte. Von einem Telefonapparat sollte, wie üblich die Telefonkonferenz durchgeführt werden, an der die gesamte Filiale gemeinschaftlich teilnahm. An dem besagten Tag gab es Probleme bei der Anmeldung, so dass letztendlich die Kollegin im Nachbarbüro schneller war bei der Einwahl und die Telko-Versammlung dort stattfand.

Als Herr Hagenkord den „Versammlungsraum“ betrat, waren bereits mehrere Kolleg*innen anwesend. Die Anmeldung „Hallo, hier ist Filiale xy“ war bereits gelaufen. Namentlich hat sich niemand vorgestellt. Auch ein weiterer Kollege, der noch nach ihnen den Raum betrat, äußerte sich wie üblich nicht. Statt dessen stellten sie sich stumm dazu, um den Ablauf nicht zu stören. Die Telefonkonferenz fand, wie üblich statt.

Zwei Wochen später dann das Unglaubliche! Der Vorstand will Detlev Hagenkord und einen weiteren Kollegen kündigen.

Begründung: Das „heimliche Mithören durch den Betriebsrat“ sei eine schwere Verletzung des Arbeitsverhältnisses und erfordere eine Kündigung mit sofortiger Wirkung. 

Das ist ein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung?
Wir sagen nein!

Detlev und sein Kollege haben in üblicher Art und Weise an einer Telefonkonferenz des Teams teilgenommen. Sie waren mit weiteren Beschäftigten in einem Raum. Ein weiteres Betriebsratsmitglied hat als Teammitglied einer anderen Filiale sowieso an der Telefonkonferenz teilgenommen. Hieraus einen Lauschangriff ableiten zu wollen ist absurd.

Aus unserer Sicht suchte der Vorstand der Bank einen Grund, zwei aktive Gewerkschaftsmitglieder und Betriebsräte aus dem Unternehmen zu drängen – als abschreckendes Beispiel für die Beschäftigten und Betriebsräte der Bank. Das nehmen wir nicht hin!

Wir fordern den Vorstand der Sparda-Bank auf die Kündigung von Detlev Hagenkord zurückzunehmen und zu einer vernünftigen Zusammenarbeit zurückzukehren!

Wir stehen zusammen und kämpfen für unseren Kollegen!

Detlev bleibt – denn gemeint sind wir alle!

Zahlreiche Vermittlungsversuche und Gespräche von Seiten des Betriebsrates, der Anwälte und von ver.di mit dem Vorstand führten bislang ins Nichts.

Die Unterstützung
Unterschreibe unsere Petition. Gemeinsam können wir deutlich machen, dass wir diese Vorgehensweise seitens der Sparda-Bank nicht hinnehmen werden. HIER GEHT’S ZUR PETITION

Einordnung
Die Sparda-Bank Hannover gehört zu den wenigen gewerkschaftlich gut organisierten Genossenschaftsbanken und zu den wenigen Banken des Genossenschaftssektors, in denen ver.di aktuell noch einen Tarifvertrag durchsetzen konnte.

Teilt gerne unsere Botschaft via Messenger Diensten und Sozialen Medien

„Detlev muss bleiben, darum habe ich die Petition unterschrieben! Du auch?

https://www.change.org/Detlevbleibt

Gegen Union Busting hilft nur Solidarität!

Dieser Fall zeigt erneut, dass wir uns nur mit starken Gewerkschaften gegen unfaire Praktiken der Arbeitgeber wehren können. Und es sind die Mitglieder, die eine Gewerkschaft stark machen.

Deswegen: Mitmachen, mitreden, mitbestimmen – in deinem eigenen Interesse!


Noch nicht Mitglied bei ver.di?

Dann nichts wie los – gemeinsam für gute Interessenvertretung in den Sparda-Banken!


Ich will mehr Infos zu ver.di!

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