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Agiles Arbeiten

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ver.di informiert zur Ausgestaltung und Bewertung beim Update der Stellen im Bereich „Service & Sales“.
Post-it Laptop Notebook To-Dos agiles Arbeiten Verantwortung Stress Gerd Altmann, pixabay.com Mehr Mitsprache und Verantwortung muss sich für die Betroffenen auch auszahlen!

In unserem Newsletter vom 30. Juni 2020 haben wir auf die Verzögerungen beim Aktualisieren der Stellen im Bereich „Service & Sales“ aufmerksam gemacht.

Einige grundlegende Fragen zu deren Ausgestaltung und Bewertung sind zudem noch nicht geklärt. Dazu möchten wir dir hier ein paar kurze Hintergründe erläutern.

  • Agilität: Arbeitsmethode? Einsparungsmethode?

Der Arbeitgeber will nach den Umstrukturierungen und der großen Transformation die Agilität bei den Stellen im Text kaum und im Gehalt gar nicht berücksichtigen. Das sei doch nur so eine andere Arbeitsmethode…

Nur für so eine Arbeitsmethode haben wir die ganze Bank umgekrempelt und rühmen uns, die erste agile Bank Deutschlands zu sein?

  • Was sagt denn unser Chef dazu?

„Denn agil zu arbeiten heißt auch: Beschäftigte tragen mehr Verantwortung und müssen selbstbestimmt arbeiten, also Entscheidungen eigenständig ohne permanente Rückkopplung mit Führungskräften treffen.“ (Nick Jue am 09. Juli 2020)

  • Und was sagt unser Arbeitsalltag?

Die Leads geben weniger vor, in der Agilität sollen sich die Beschäftigten viel eigenständiger als vorher Lösungsvorschläge erarbeiten und sich permanent absprechen. Die agilen Prinzipien geben vor, Autonomie und Selbstbestimmung im Team zu fördern.

Im Arbeitsalltag wird damit immer mehr vorausgesetzt: Belastbarkeit, Flexibiltät, gute EDV- und Englischkenntnisse, aber auch soziale Kompetenz, Einfühlungsvermögen, die Übernahme von mehr Verantwortung oder auch Kommunikationsstärke.

All das spiegelt sich noch zu wenig in den Stellenbewertungen wider.

  • Aufwertung von Arbeit und Eigenverantwortung

Von den ausgedünnten oder komplett gestrichenen Führungsebenen sind zwar die Lohnkosten weggefallen, nicht aber die organisatorischen Aufgaben. Die werden zum großen Teil von den Beschäftigten der Teams mit übernommen.

Aber auch die fachlichen Anforderungen sind nach Umstrukturierung und Transformation gestiegen. In vielen Circles gibt es mehr Skills, z. B. fünf statt zwei. Das Wissen dazu muss natürlich permanent abrufbar sein.

Viele werden in den niedrigeren Vergütungsgruppen B bis E vergütet, wie z.B. in „Service & Sales“. Mehr Aufgaben und mehr Verantwortung stellt vor allem für diese Kolleginnen und Kollegen eine erhebliche Veränderung und Aufwertung der Arbeit dar.

Diesen Zugewinn an Mitsprache und selbständigem Arbeiten begrüßen wir als Gewerkschaft grundsätzlich – aber das muss sich dann bitte auch für die Betroffenen auszahlen! „Überwiegend eigene Entscheidungen zu treffen“ taucht im Manteltarifvertrag übrigens in den Kriterien zur Vergütungsgruppe E erstmals auf.

Wir wollen damit jetzt nicht sagen, dass alle demnächst automatisch mehr Geld bekommen werden. Uns ist aber wichtig, dass es jetzt im ersten Schritt überhaupt erst einmal Gesprächsbereitschaft auf der Arbeitgeberseite gibt, über die Konsequenzen der agilen Arbeit auf unsere Vergütung zu sprechen.

Einfach wegducken geht aus unserer Sicht überhaupt nicht.

Unterstütze uns in den Verhandlungen!

Wir haben schon viele Rückmeldungen, bitte versorge aber auch du uns weiter mit Infos zu deiner Stelle. Schick uns einfach eine E-Mail! Unterstütze uns in den Verhandlungen durch deinen Beitritt und deine aktive Mitarbeit. Denn nur gemeinsam können wir etwas erreichen!

Diesen Infobrief gibt es hier als PDF, gerne auch zum Weiterverteilen an die Kolleginnen und Kollegen:


Wir bleiben dabei: Mitmachen, mitreden, mitgestalten!

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