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Commerzbank AG: Nicht in unserem Namen!

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Commerzbank AG: Nicht in unserem Namen!

Warum ver.di die für den 01. Juli geplante Aufsichtsratssitzung verschiebt
Stefan Wittmann, ver.di – Unternehmensbetreuer
Commerzbank AG ver.di Bundesverwaltung, Charles Yunck Stefan Wittmann  – Stefan Wittmann, ver.di – Unternehmensbetreuer Commerzbank AG

Die für den 01. Juli geplante Sitzung des Aufsichtsrates der Commerzbank ist bis auf weiteres verschoben worden. Der Vorstand hatte die Sitzung beantragt, um die geplante neue Strategie vorzustellen. Da bis zuletzt allerdings keine aussagefähigen Unterlagen vorlagen und somit keine sorgfältige Auseinandersetzung mit den Plänen möglich war, drängten die Arbeitnehmervertreter erfolgreich auf eine Verlegung der Sitzung.

Die Bank möchte unter der Überschrift „Commerzbank 5.0“ weitere tausende Beschäftigte abbauen, massenhaft Filialen schließen, Strukturen zurückschneiden und Abläufe verschlanken. Mit anderen Worten, es wird wieder nur an der Kostenschraube gedreht. Die Frage, wie man künftig in diesem Marktumfeld und mit diesen Rahmenbedingungen mehr Geld verdienen möchte, bleibt ein weiteres Mal unbeantwortet. 

Wir sind weder gegen vernünftige Digitalisierungsstrategien noch stellen wir uns langfristig gegen eine notwendige Personalreduzierung. Aber wir brauchen Perspektiven, nachvollziehbare Abläufe und Pläne, eine solide Finanzierung all dessen und vor allem: eine realistische Aussicht darauf, wie die „verbleibende Restbelegschaft“ die anfallenden Arbeiten künftig schaffen soll und womit die Bank künftig ihr Geld verdienen möchte.

Leistungsstarke, personell vernünftig ausgestattete Filialen gehören dazu genauso wie eine mit klaren und verlässlichen internen Perspektiven ausgestattete IT. Nicht nur, aber vor allem in Quickborn und Frankfurt, ist auch weiterhin eine dezentral aufgestellte Belegschaft jenseits des Vertriebs wichtig. Die Digitalisierung ermöglicht uns doch Allen die Arbeit von überall, oder? Hat das die Pandemie nicht gerade in der Bank nachdrücklich klar gemacht?

"Wir lassen uns weder vom Bund noch von Cerberus in die Blöcke diktieren, was gut für unsere Bank ist. Eine Strategie gegen die Interessen der Belegschaft ist zum Scheitern verurteilt.“

Stefan Wittmann, ver.di – Unternehmensbetreuer

Wir werden weiter für eine unabhängige Zukunft der Bank kämpfen. Aber für eine Zukunft, die die Belegschaft mitnimmt, möglichst viele gute Arbeitsplätze sichert und vernünftige Erträge produziert. Wir tun das gemeinsam mit Ihnen vor Ort, gemeinsam mit den Betriebsräten und als eine Einheit im Aufsichtsrat. Und deshalb haben wir erfolgreich die Verschiebung der Sitzung am 01. Juli beantragt und werden uns auch weiterhin für alles stark machen, was den genannten Zielen dient. Wir haben keine Angst vor dem Höllenhund! Sie etwa?

 

 

Wir sind überzeugt, dass es in der jetzigen Situation besser ist, gemeinsam nach vorne zu gehen und sich in die weiteren Planungen aktiv mit einzubringen.

Wir wirken an der zukünftigen Entwicklung der Bank mit und Sie können sich ebenfalls daran beteiligen. Denn es war noch nie wichtiger als jetzt, sich gemeinsam mit bereits tausenden anderen Kollegen/- innen in Ihrer Gewerkschaft zu organisieren.Besonders in der jetzigen Situation ist klar:

Wir sind nur zusammen stark, wenn sich jede/-r Einzelne einbringt. Egal, ob in den Servicegesellschaften, den Filialen oder den Zentralen.


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