Private + öffentliche Banken

Mehr Geld durch Tarifvertrag

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Mehr Geld durch Tarifvertrag

Die ver.di-Tarifkommission hat erreicht, dass viele Filialbeschäftigte jeden Monat mehr Geld bekommen
Mehr Geld Gina Sanders, fotolia.com Mehr Geld

Die ver.di-Tarifkommission hat erreicht, dass viele Filialbeschäftigte jeden Monat mehr Geld bekommen. Der Haustarifvertrag zwischen ver.di und Santander musste wegen der Veränderungen durch das Projekt ONE angepasst werden. Die neuen Filialstrukturen haben eine Neubewertung der in den Filialen zu erledigenden Arbeiten notwendig gemacht. Je nachdem, welche Tätigkeit ausgeübt wird, kann das im Monat bis zu 700 Euro sein. In einigen Fällen sogar über 700,- Euro.

Neubewertung von Tätigkeiten
Filialbeschäftigte bei der Santander Consumer Bank (SCB) und bei der Santanderbank (SB) wurden bisher unterschiedlich bezahlt. Die tarifliche Bewertung und damit die Eingruppierungen in der SCB erfolgten grundsätzlich eine Tarifgruppe niedriger als in der SB. Dies lag an unterschiedlichen Produkten, die in den verschiedenen Filialtypen angeboten wurden. Das ändert sich jetzt durch das Projekt ONE.

Beispiel:
Filialleiter/innen in einer kleinen Filiale bei der SCB waren in die Tarifgruppe 7 eingruppiert. Die Bruttomonatsvergütung im 10. Berufsjahr betrug 3.887,- Euro. Nach den neuen tariflichen Regelungen muss diese Tätigkeit jetzt in Tarifgruppe 8 eingruppiert werden. Das sind im 10. Berufsjahr 4.220,- Euro. Ein Plus von 333,- Euro monatlich.

Umfassende Sicherung
Die Neubewertung von Tätigkeiten hat bei einigen Funktionen aber auch zu einer niedrigeren Bewertung geführt. Das würde normalerweise dazu führen, dass sich das Gehalt verringert. Das ist aber ausgeschlossen. ver.di hat mit der Bank eine umfassende Besitzstandssicherung vereinbart. Beschäftigte, erhalten ihr bisheriges Gehalt auf jeden Fall weiter, und zwar in Form einer dynamischen Zulage. Diese Zulage nimmt an allen künftigen Tariferhöhungen teil und kann nicht verrechnet werden.

Gehaltserhöhung in drei Schritten
Die neuen tariflichen Regelungen führen dazu, dass mehr als 300 Angestellte mehr verdienen werden. Die Gehaltserhöhung wird in drei Stufen erfolgen. Mit Wirkung vom 1. Oktober 2018 erfolgt die Zahlung von 1/3 des Erhöhungsbetrages, mindestens 100,- Euro. Nach 9 Monaten, also zum 1. Juli 2019, werden mindestens 50 Prozent des restlichen Aufstockungsbetrags fällig. Nach weiteren neun Monaten, also zum 1. April 2020 erhöht sich das Gehalt um den verbleibenden Betrag zur neuen Eingruppierung. Maßgeblich ist das „Altgehalt“ am 1. Oktober 2018.