Private + öffentliche Banken

Mehr als 250 Beschäftigte kämpfen für eine öffentliche NORD/LB

Private + öffentliche Banken

Mehr als 250 Beschäftigte kämpfen für eine öffentliche NORD/LB

Kolleginnen und Kollegen verleihen durch Demonstration und Kundgebung ihren Forderungen Nachdruck.
Protest der Beschäftigten gegen die Privatisierung der Nord/LB (24.11.2018) Ina Niemerg Der Kampf gegen die Privatisierung der Nord/LB lohnt sich!

„NEIN zur Privatisierung und Zerschlagung, JA zu einer öffentlichen NORD/LB und den Erhalt von Standorten und Arbeitsplätzen“ – diesen Forderungen haben rund 250 Kolleginnen und Kollegen bei einer Demonstration vor der Bank und im Anschluss im Rahmen einer Kundgebung am Niedersächsischen Landtag Nachdruck verliehen.

Dafür haben sie 2.700 Unterschriften gesammelt, die sie am 24. Oktober 2018 an den niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers übergaben. Der Demonstrationszug verlief von der NORD/LB bis zum Landtag in Hannover zur Übergabe der Unterschriftensammlung. Aufgerufen dazu hatten wir von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

„Die NORD/LB spielt eine wichtige Rolle für Niedersachsen“, machte ver.di-Landesleiter Detlef Ahting in seiner Rede deutlich. Trotz der aktuellen Belastungen unter anderem durch die Schiffskredite sei die Bank im Kern gut aufgestellt.

Obwohl die seit zehn Jahren andauernde Schifffahrtskrise und immer höhere Eigenkapitalforderungen der Bank zugesetzt haben, lohnt es sich, für eine öffentliche Bank zu kämpfen!

Jörg Reinbrecht, ver.di-Landesfachbereichsleiter

Der zuständige Landesfachbereichsleiter Jörg Reinbrecht kritisierte die Pläne der Träger, die NORD/LB in eine AG umzuwandeln und privates Geld in die Bank zu holen.

„Mit diesem Weg vom öffentlichen Auftrag hin zur Gewinnmaximierung ist ein erheblicher Personalabbau vorprogrammiert, weitere negative Konsequenzen drohen für die Wirtschaft und Arbeitsplätze im Norden der Republik.“

Ob Zerschlagung der Bank, Verkauf oder Abwicklung einzelner Geschäftsfelder oder Fusion – all das bedeute eine ungewisse Zukunft für die rund 6.000 Beschäftigten.

Private Investoren seien eben nur am kurzfristigen Ertrag interessiert, während die NORD/LB langfristig plane und strategisch wichtig sei.

Auch Ahting machte deutlich, dass eine Beteiligung von Hedgefonds die schlechteste Lösung wäre – für die Beschäftigten, die Wirtschaft und die Politik.

Hier findet ihr Bildmaterial von der Demonstration und Unterschriftenübergabe am 24. Oktober 2018: