Genossenschaftsbanken

ver.di kritisiert Abbruch der Sondierung zur Tarifreform

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ver.di kritisiert Abbruch der Sondierung zur Tarifreform

Vorgehen des AVR zeugt von mangelnder Wertschätzung gegenüber Beschäftigten.
Verhandlung abgebrochen leeres Papier kreativ Prozess CC0 Creative Commons, Pixabay.com Gemeinsame Planung? Nicht in Sicht!

ver.di übte am Montag, den 19. November 2018, herbe Kritik am Abbruch der Sondierung zur Tarifreform im genossenschaftlichen Bankensektor.

Der Abbruch der Sondierungsgespräche erfolgte durch den Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR) und betrifft rund 155.000 Beschäftigte.

"Dieses Vorgehen zeugt von mangelnder Wertschätzung der Kolleginnen und Kollegen, die sich in den vergangenen Monaten an den Befragungen für die Reform beteiligt haben", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Meister. "Ihre Argumente sollen jetzt ungehört bleiben. Das ist ein unangemessenes Vorgehen der Arbeitgeber."

Die ver.di-Tarifkommission werde nun das weitere Vorgehen beraten.

Angesichts der umfassenden Veränderungen, die mit der Tarifreform beabsichtigt sind, ist für uns nicht nachvollziehbar, dass der AVR die größte Gewerkschaft im Bereich der Genossenschaftsbanken ausschließt.

Christoph Meister, Bundesvorstandsmitglied der ver.di und zuständig für Finanzdienstleistungen

Die Sondierung über eine Tarifreform hatte im Juli 2018 begonnen. Für ver.di zeichnete sich zuletzt immer mehr ab, dass es dem AVR nicht um ergebnisoffene Sondierungsgespräche ging.

"Der AVR hat vielmehr überprüft, ob ver.di bereit ist, strukturelle Verschlechterungen der Entgelt- und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Bereich der Genossenschaftsbanken mitzutragen", so Meister.

Sollten die Modernisierungsvorstellungen des AVR umgesetzt werden, drohen umfassende Verschlechterungen für die Beschäftigten insbesondere hinsichtlich Gehalt bzw. Eingruppierung und durch die Einführung des Samstags als Regelarbeitstag bei Kundenservicecentern.