Genossenschaftsbanken

ver.di und ReiseBank immer noch weit auseinander

Genossenschaftsbanken

ver.di und ReiseBank immer noch weit auseinander

Dritte Verhandlung zwischen Tarifkommission und Arbeitgeberseite bringt nur minimales Entgegenkommen.
Kraftakt Tauziehen Kampf Verhandlung gemeinsam stark Peshkova, Shutterstock.com Zähes Ringen bei den Tarifverhandlungen mit der ReiseBank

Am 29. Juni 2018 war die dritte Verhandlungsrunde zwischen der ver.di Tarifkommission und der Arbeitgeberseite der ReiseBank.

Die Gespräche fanden in einer konstruktiven Atmosphäre statt, erstmals legte die Arbeitgeberseite ein Gesamtpaket für eine Tarifeinigung vor. Darin enthalten waren zwar einige unserer Forderungen, aber das Gesamtvolumen liegt noch weit unter dem, was wir für angemessen und wertschätzend halten.

Nur minimale Gehaltserhöhung angeboten

Die größte Differenz besteht in den Vorstellungen über eine Gehaltserhöhung:

  • Wir von ver.di finden, dass die Gehaltsentwicklung der ReiseBank-Beschäftigten nicht von der gesellschaftlichen Entwicklung abgekoppelt werden darf, weil die Bank aufgrund der Herausforderungen der Digitalisierung vorübergehend schlechtere Zahlen schreibt. Eine deutliche Erhöhung der Gehaltstabelle ist deshalb geboten.
  • Die Arbeitgeberseite lehnte das bisher ab und will nur eine minimale Einmalzahlung von 150 Euro für Vollzeitmitarbeiter gewähren. Das entspräche einer Erhöhung von 0,26% in der Tarifgruppe C. Geschätzte Mehrkosten für die Bank: monatlich 4.255 Euro (insgesamt für alle Tarifkräfte)...

Ist mehr wirklich nicht verkraftbar??? Außerdem sind Einmalzahlungen nicht nachhaltig, die ausgebliebene Tabellenerhöhung würde sich noch jahrelang auswirken.

Arbeitgeberseite beharrt auf abgewertetem Berufseinstieg

Weiterer Zankapfel blieb der Arbeitgebervorschlag, die schlechte Lage der Bank von den Neueingestellten ausbaden zu lassen (siehe Tarifinfo 05/2018, weiter unten als PDF). Das finden wir zutiefst ungerecht und lehnen diese Spaltung der Belegschaft ab!

Unsere Forderungen nach der Erhöhung des Essenszuschusses, der Verlängerung von vermögenswirksamen Leistungen und Altersteilzeit scheinen dagegen umsetzbar.

ver.dis Entgegenkommen

ver.di ist der Arbeitgeberseite in der Verhandlung bzgl. des Forderungsvolumens und einer verlängerten Laufzeit des Tarifvertrags entgegengekommen und hat angeboten:

  • Gehaltserhöhung um 2,0 % ab 1.8.2018
  • Gehaltserhöhung um 3,5 % ab 1.1.2019
  • Laufzeit bis 30.9.2019 (17 Monate)
  • exklusiv für ver.di Mitglieder: 75 Euro Fahrtkostenzuschlag pro Monat
  • Essensschecks in Höhe von 69,63 Euro pro Monat (Anpassung im Rahmen der steuerrechtlichen Möglichkeiten)
  • Erhalt der der Altersteilzeitregelung und der vermögenswirksamen Leistungen von 40 Euro

Unsere letzten drei Tarifinfos findet ihr auch weiter unten als PDF zum Download.

Jetzt seid ihr gefragt: Mitreden, mitkämpfen, Mitglied werden!

Für erfolgreiche Tarifverhandlungen braucht es den starken Rückhalt durch die Beschäftigten. Je mehr von euch ver.di Mitglied sind, umso besser gelingt es, unsere gemeinsamen Forderungen auch durchzusetzen.

Also: Gebt uns Rückendeckung für die kommenden Schritte – in eurem eigenen Interesse: für gute Tarife bei der ReiseBank!

ver.di Mitglied könnt ihr natürlich auch online werden:

Vor der vierten Tarifverhandlung beginnt nun die wunderschöne Sommerzeit. ver.di wünscht allen Kolleginnen und Kollegen einen erholsamen und sonnigen Urlaub!

Eure ver.di Verhandlungskommission