Tarifrunde öD Sparkassen 2020

Das tut man nicht …

Sparkassen

Das tut man nicht …

Kommunale Arbeitgeber wollen unser aller Situation zu ihrem tarifpolitischen Vorteil ausnutzen.
Mehr Verantwortung braucht mehr Respekt ver.di Fb1 Mehr Verantwortung braucht mehr Respekt!

Was die kommunalen Arbeitgeber da versuchen, das tut man nicht! Sie wollen die gesellschaftliche Lage und unser aller Situation zu ihrem tarifpolitischen Vorteil ausnutzen.

ver.dis Vorschlag, aufgrund der Corona-Pandemie die im September 2020 vorgesehenen Tarifverhandlungen auf das nächste Jahr zu verschieben, wurde seitens der kommunalen Arbeitgeber kategorisch abgelehnt.

Ihr fragt euch jetzt zu Recht, warum?
Die Antwort ist so einfach wie durchsichtig: Die kommunalen Arbeitgeber – allen voran die Sparkassenvorstände – versuchen die Gunst der Stunde zu nutzen, um einen langfristigen Tarifvertrag zu Lasten der Beschäftigten abzuschließen. Mit langfristig ist ein Zeitraum von bis zu vier Jahren gemeint.

Die Arbeitgeber sind zurzeit fest davon überzeugt, dass ver.di unter den derzeitigen Bedingungen keinen Arbeitskampf organisieren und führen kann. Und das wollen sie jetzt nutzen. Unterm Strich heißt das aber: Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sollen somit die finanziellen Belastungen der nächsten Jahre mitfinanzieren. „Das ist aus unserer Sicht eine Frechheit und zu kurz gedacht,“ so die Meinung der meisten ver.di-Mitglieder. Denn nach gängiger Meinung der Volkswirte ist eine Gehaltssteigerung das beste Konjunkturprogramm. Das Gegenteil wäre der Fall, wenn die Arbeitgeber sich hier durchsetzen würden.

Rufen wir uns noch einmal in Erinnerung: auf der einen Seite führt die Politik die steuerliche Förderung einer „Corona-Prämie“ für Beschäftigte in Höhe von bis zu 1.500 € ein, auf der anderen Seite sagen die öffentlichen Arbeitgeber dazu: „Beifall vom Balkon“ und die Sicherheit des Arbeitsplatzes muss reichen. Die Bundesregierung beschließt ein Gesamtpaket im Rahmen der Corona-Pandemie in Höhe von über 100 Mrd. €, aber für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst ist angeblich kein Geld mehr vorhanden?

Und ihr fragt jetzt zu Recht: Wer hat denn auch unter vielen anderen Beschäftigten im öD in der Krisenzeit das öffentliche Leben am Laufen gehalten? Wer hat dafür gesorgt, dass:

  • die Geldversorgung gesichert ist,
  • die Abwicklung des Zahlungsverkehrs,
  • die Versorgung der Unternehmen mit Krediten
  • und die telefonische und stationäre Erreichbarkeit, um die Sorgen und Bedürfnisse der Kunden in punkto Daseinsvorsorge zu beantworten?

Das waren wir Sparkassenbeschäftigte! Nicht umsonst wurden die Sparkassen als systemrelevant eingestuft. All diese Aspekte lassen uns kopfschüttelnd dastehen und wir fragen uns ernsthaft, warum die Arbeitgeber nicht auf das Verhandlungsangebot von ver.di eingegangen sind.

Aus unserer Sicht gibt es jetzt nur zwei Möglichkeiten auf dieses Verhalten zu reagieren:

  • Wir stellen uns auf den Balkon und klatschen Beifall für unseren sicheren Arbeitsplatz.
    oder
  • Wir gehen auf die Straße (diesmal vielleicht virtuell) und zeigen, was wir wirklich davon halten.

Herzliche Grüße und schöne Sommertage wünscht
eure ver.di Bundesfachgruppe

Diese Tarifinformation gibt es hier als PDF, gerne auch zum Verteilen an die Kolleginnen und Kollegen:


Tarifverträge schaffen Sicherheit in schwierigen Zeiten!

Wir erleben gerade eine Situation, die uns als Gesellschaft vor große Herausforderungen stellt und es ist zu befürchten, dass sich auch die wirtschaftliche Situation gravierend verändert. Gerade in schwierigen Zeiten sichern Tarifverträge die Einkommen und die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten.

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