Tarifrunde öD Sparkassen 2020

Finger weg von der SSZ!

Sparkassen

Finger weg von der SSZ!

Die Arbeitgeber wollen in der Tarifrunde erneut die Sparkassensonderzahlungen verhandeln.
Sparkassen Eingang Sabine Felidae, pixabay.com Sparkassen Eingang

Finger weg von der SSZ! So lautete der Slogan der Sparkassenbeschäftigten in der Tarifrunde 2018. Den Angriff auf unsere jährliche Sonderzahlung haben wir mit Erfolg abwenden können. Für die anstehenden Tarifverhandlungen bekommt die Aufforderung an die Sparkassenarbeitgeber wahrscheinlich eine neue Bedeutung.

Hierzu Sabine Bartz, Mitglied der Verhandlungskommission in der ver.di Bundestarifkommission und Personalratsvorssitzende der Sparkasse Dortmund:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist unglaublich. Die Sparkassen-Arbeitgeber machen da weiter, wo sie in der Tarifrunde 2018 aufgehört haben. Sie haben im Sondierungsgespräch mit ver.di deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie weiterhin von einem Sonderweg Sparkassen träumen.

Einem Sonderweg, der aber nicht bedeuten soll, dass wir eine Anerkennung für unsere guten Leistungen erhalten. Mit Sonderweg ist vielmehr gemeint, dass ein mögliches Tarifergebnis nicht für Euch, liebe Sparkassenkolleginnen und -kollegen, gelten soll. Jetzt seid Ihr plötzlich wieder reine Kostenfaktoren.

Man packt uns mit den Flughäfen in eine Schublade. Mit Flughäfen, die definitiv um ihre Existenz kämpfen und damit auch um die Arbeitsplätze. Man geht sogar so weit, dass auch die Kollegen in den Krankenhäusern leer ausgehen sollen. Schließlich seien Krankenhäuser schon vor Corona defizitär gewesen. Wir reden da über Kollegen, die in Ausübung ihres Berufes ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben. Unglaublich.

So schlimm ist es bei uns in den Sparkassen natürlich nicht. Wir bringen nicht unsere Gesundheit bei der Betreuung unserer Kunden in Gefahr. Es sind viele Schutzmaßnahmen getroffen worden. Aber auch wir waren systemrelevant. Ihr, liebe Kolleginnen und Kollegen, habt Enormes während der Corona-Zeit geleistet. Deshalb, klatschen war gestern.

Jetzt muss Eure Leistung Anerkennung finden, gerade in der anstehenden Tarifverhandlung. Alle sollen bluten – und die Sparkassenbeschäftigten noch ein bisschen mehr. Es muss aus Sicht der Vorstände eine Kompensation geben. Sie wollen die Abspaltung vom Rest des öffentlichen Dienstes.
Aber nicht, um Euch Gutes zu tun. Man will Euch schlicht in die Tasche greifen.

Am Besten geht das über die SSZ. Deshalb gehen wir davon aus, dass die SSZ auch 2020 wieder Thema sein wird. Den Vorständen ist sie nämlich ein Dorn im Auge. Hier muss aus ihrer Sicht eine deutliche Reduktion vorgenommen werden. Das soll die Anerkennung Eurer Leistung sein, liebe Kolleginnen und Kollegen?

Wir sagen ganz deutlich: Nein. Dafür werden wir aber kämpfen müssen, gemeinsam kämpfen müssen. Ohne Euch erreichen wir nichts. Wir müssen den Sparkassen-Vorständen gemeinsam deutlich zeigen, dass wir es wert sind.

Wie gesagt: Klatschen war gestern.

 


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