Corona-Virus

VKA verkündet Ausweitung bezahlter Freistellungen für Eltern

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VKA verkündet Ausweitung bezahlter Freistellungen für Eltern

Lockerung ermöglicht familiengerechte Entscheidungen in Sparkassen.
Kind Homeoffice Kinderbetreuung Mann Schreibtisch Computer racorn, Bild-ID #118223494, depositphotos.com Glück im Unglück: schnelle und unkomplizierte Reaktion der VKA auf die aktuelle Situation

Kommunale Arbeitgeber reagieren auf Corona-Krise: Möglichkeiten zur Entgeltfortzahlung bei Arbeitsbefreiung wegen Kinderbetreuung werden ausgeweitet.

Die aktuelle Situation durch die Maßnahmen gegen eine schnelle Ausbreitung von Covid-19 stellt gerade Eltern auch in Sparkassen vor enorme Herausforderungen: Leider begegnen uns Regelungen, die bisher zwar das akute Interesse der Beschäftigten abbilden, hierbei müssen aber die Eltern aus ihren Arbeitszeitkonten und Urlaubsansprüchen einseitig in Vorleistung.

Mitbewerber gehen dabei an vielen Stellen großzügiger und entgegenkommender mit der schwierigen Lage der Eltern um. Bisher wurde hilfsweise auch gerne der Tarifvertrag angeführt. Mit der Erklärung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ist dieses Argument nun vom Tisch: Ein passender Moment für Sparkassen, familiengerechte Entscheidungen zu treffen!

Wir sind uns unserer enormen Verantwortung bewusst und haben mit dem Beschluss zügig für alle Beteiligten angemessene Reaktionsmöglichkeiten geschaffen.

Ulrich Mädge, Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA)

Denn die VKA hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die kommunalen Arbeitgeber ihren Beschäftigten für die Kinderbetreuung bezahlte Freistellungen gewähren können, die über die bestehenden tarifvertraglichen Regelungen hinausgehen. Die konkrete Umsetzung dieser Freigaberegelungen erfolgt durch die kommunalen Arbeitgeberverbände auf Landesebene.

Die Kommunen und kommunalen Einrichtungen haben damit schnell und unkompliziert auf die aktuelle, durch das Corona-Virus ausgelöste Situation reagiert.

Über die Freistellung von Beschäftigten bei Fortzahlung des Entgelts entscheiden die kommunalen Arbeitgeber je Einzelfall. Dabei ist insbesondere auch die Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge und der eigenen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu berücksichtigen.

Für mögliche Arbeitsbefreiungen gelten folgende Voraussetzungen:

  • Die betreffende Einrichtung (bspw. Kindertagesstätte, Tagesgroßpflegestelle, Eltern-Kind-Initiative oder Schule) schließt, um die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 einzudämmen.
  • Die von der Schließung betroffenen Kinder sind unter zwölf Jahre alt.
  • Eine alternative Betreuung des Kindes bzw. der Kinder kann ansonsten nicht sichergestellt werden.
  • Es stehen der Gewährung keine dienstlichen Gründe entgegen.

Der Rahmenbeschluss der VKA ist zunächst zeitlich befristet bis einschließlich 30. Juni 2020. Die Kommunalen Arbeitgeberverbände auf Landesebene können im Zuge der Freigabe ggf. weitere Konkretisierungen vornehmen.

„Im nächsten Schritt müssen wir mit den Gewerkschaften alle Fragen zur Kurzarbeit klären“, so VKA-Präsident Ulrich Mädge. „Angesichts der ernsten Lage, in die uns das Virus bringt, müssen wir handeln. In dieser Situation sind auch die Tarifvertragsparteien aufgerufen, ihren Teil für die Aufrechterhaltung des Gemeinwesens und der kommunalen Einrichtungen und Betriebe zu leisten.“

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