Versicherungen

Sicherheit in der Krise

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Sicherheit in der Krise

ver.di hat einen Tarifvertrag zur Aufstockung von Kurzarbeitergeld auf 90% bzw. 95% netto vereinbart.
Sicherheit und Schutz dank einer starken Gewerkschaft Holger Detje, pixabay.com Sicherheit und Schutz dank einer starken Gewerkschaft

Die Corona-Pandemie hat unser Leben und unseren Alltag verändert. Was die Zukunft noch bringt, ist ungewiss. Die private Versicherungsbranche ist von den starken Einschränkungen im Zusammenleben wirtschaftlich nicht so unmittelbar betroffen wie andere Branchen.

Es wurden in allen Versicherungsunternehmen große Anstrengungen unternommen um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und trotzdem die Beschäftigten so weit wie möglich zu schützen. Zum Beispiel dadurch, dass große Teile der Belegschaften ins Homeoffice geschickt wurden.

Die Pandemie wird sehr weitreichende wirtschaftliche Auswirkungen haben und es ist zu befürchten, dass diese Auswirkungen mittel- und langfristig auch in der Versicherungswirtschaft deutlich zu spüren sein werden und die Geschäftsmodelle unter Druck geraten. In einzelnen Bereichen und Unternehmen könnte das Arbeitsvolumen so zurückgehen, dass Arbeitsplätze in Gefahr geraten. Um Entlassungen in allen Branchen zu vermeiden, hat die Bundesregierung die Regelungen zur Einführung von Kurzarbeit erleichtert.

Obwohl ver.di und der Arbeitgeberverband nicht davon ausgehen, dass aktuell branchenweit Kurzarbeit erforderlich ist, haben die Tarifvertragsparteien einen für ein Jahr befristeten Tarifvertrag zur Kurzarbeit abgeschlossen. Damit wird schon jetzt ein verlässlicher tarifvertraglicher Rahmen zu einer Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen in der Zukunft geschaffen.

Das beinhaltet der Tarifvertrag konkret:

Kurzarbeit tariflich gestaltet
Mit der Tarifvereinbarung erweitern die Tarifvertragsparteien die Möglichkeit der Einführung von Kurzarbeit in der privaten Versicherungsbranche. Bisher war zur Sicherung von Arbeitsplätzen im Tarifvertrag nur eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Stunden in der Woche möglich, nun kann die Arbeitszeit bis auf null gesenkt werden. Allerdings nur dann, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für Kurzarbeit vorliegen.

Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 90% bzw. 95% des Nettogehaltes
Das Kurzarbeitergeld in Höhe von 60 %, bzw. 67 % (Beschäftigte mit unterhaltsberechtigten Kindern) wird vom Arbeitgeber auf 90 % des Nettogehaltes aufgestockt. Für die Tarifgruppen A und B, sowie TG I und II und die TG III (1. Berufsjahr) erfolgt eine Aufstockung auf 95 %.

Betriebsrat und Geschäftsleitung entscheiden gemeinsam
Die Einführung von Kurzarbeit kann nur erfolgen, wenn das Betriebsrat und Geschäftsleitung gemeinsam für erforderlich halten. Deshalb ist eine freiwillige Betriebsvereinbarung notwendig. Damit wird Missbrauch ausgeschlossen.

Kündigungsschutz
Während der Laufzeit der Betriebsvereinbarung über Kurzarbeit besteht für die Beschäftigten, für die die Betriebsvereinbarung gültig ist, ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen.

Ausbildung und duales Studium gesichert
Auszubildende und dual Studierende sind von der Kurzarbeit ausgenommen, die Ausbildung soll unverändert fortgesetzt werden.

Keine Kürzung gehaltsabhängiger Leistungen
Für tarifliche und betriebliche Leistungen, wie z. B. Sonderzahlungen, Jubiläumsgeld, Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersvorsorge, bleibt das Gehalt vor Beginn der Kurzarbeit die Berechnungsgrundlage.

 

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Tarifverträge schaffen Sicherheit in schwierigen Zeiten

Mit dieser Tarifvereinbarung haben die Tarifvertragsparteien einen Rahmen geschaffen, der die Arbeitsplätze und Einkommen in der Versicherungswirtschaft weitgehend sichert, falls die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie auch die Versicherungswirtschaft hart treffen.

Gewerkschaften sind gerade in Krisenzeiten von großer Bedeutung, weil wir zusammen mehr erreichen können, als jeder Einzelne. Nur Zusammenhalt schafft auch in schwierigen Zeiten Sicherheit.

Gute Tarifverträge brauchen starke Gewerkschaften, deshalb jetzt Mitglied werden!

 


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