Versicherungen

ver.di und Talanx vereinbaren Sozialpartnermodell

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ver.di und Talanx vereinbaren Sozialpartnermodell

Information zum Verhandlungsergebnis für einen Haustarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge
Altersvorsorge Pension Rente Alterssicherung Wilfried Pohnke, pixabay.com Mit dem Sozialpartnermodell sind deutlich höhere Renten als in der klassischen bAV möglich.

ver.di und Talanx haben für die Beschäftigten einen Haustarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge im Sozialpartnermodell abgeschlossen.

Einige Details auf dem Weg zum Ziel:

  • Das Sozialpartnermodell

Die anhaltende Niedrigzinsphase macht eine attraktive betriebliche Altersvorsorge in den klassischen Formen immer schwieriger. Das Sozialpartnermodell soll in Form einer reinen Beitragszusage die Möglichkeit für andere Anlageformen und damit höhere Zinsen öffnen.

In der neuen Altersversorgung gibt es keine Garantien, auf der anderen Seite steigen die Chancen durch eine flexible Kapitalanlage und damit auch die Leistungen aus der betrieblichen Altersvorsorge. Die Sozialpartner (Gewerkschaft und Arbeitgeber) beteiligen sich an der Durchführung und Steuerung des Modells.

  • ver.di Ziele

In die Verhandlungen sind wir mit den folgenden Zielsetzungen gegangen:

Das Sozialpartnermodell soll als renditestarke Altersversorgung für die Talanx-Beschäftigten genutzt werden. Dabei war es uns wichtig, dass die bisherige Konzernversorgung bestehen bleibt und die Beschäftigten selbst entscheiden, ob sie sich am Sozialpartnermodell beteiligen.

Viel Wert hat die Haustarifkommission darauf gelegt, dass die Kollegen*innen aus allen Konzernunternehmen mitmachen können und dann die damit verbundenen Arbeitgeberleistungen erhalten.

Wichtigstes Ziel war es, höhere Renditen als in der klassischen betrieblichen Altersversorgung mit einem hohen Maß an Sicherheit durch kollektive Puffer zu schaffen.

  • Viel Arbeit führt zum Erfolg

Rund zwei Jahre haben die Gespräche zwischen ver.di und Talanx gedauert. Durch die Pandemie fanden die Gespräche fast ausschließlich in Form von Video– und Telefonkonferenzen statt.

Nach langwierigen aber immer partnerschaftlichen und konstruktiven Gesprächen und Verhandlungen steht am Ende der Haustarifvertrag. Er bildet gemeinsam mit dem Durchführungsvertrag und dem Pensionsplan das Fundament für diese neue Form der betrieblichen Altersvorsorge im Talanx-Konzern.

  • Beteiligung der Sozialpartner an Durchführung und Steuerung

Die Entwicklung des Sozialpartnermodells wird von einem Beirat begleitet, der sich zu gleichen Teilen aus Vertretungen des Arbeitgebers und der Gewerkschaft ver.di zusammensetzt. Der Haustarifvertrag ist also der Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit.

Die wichtigsten Verhandlungsergebnisse auf einen Blick:

  • Teilnahmemöglichkeit für alle Talanx-Beschäftigten
  • Arbeitgeberzuschuss: 15 Prozent Weitergabe der Sozialversicherungsersparnis
  • Zahlung von fünf Prozent Sicherungsbeitrag durch den Arbeitgeber auf jeden Euro
  • Geringverdienerförderung von 72 Euro im Jahr, auch für Teilzeitkräfte
  • Vorteil für ver.di-Mitglieder durch niedrigere Kostensätze

Diesen ver.di-Infobrief mit Stimmen aus der Haustarifkommission zum Verhandlungsergebnis gibt es hier auch als PDF:


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© Holger Detje, pixabay.com